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Formel 1: Die deutschen F1-Piloten in Spanien

Vettels Red Bull überstrahlt alle

Sebastian Vettel Foto: xpb 23 Bilder

Das Qualifying von Barcelona hat im deutschen Lager nicht gerade Begeisterung ausgelöst. Sebastian Vettel verlor das Teamduell gegen Mark Webber, Mercedes verlor Zeit auf Red Bull, Adrian Sutil verpasste das Q3 und Timo Glock ging mit Virgin komplett baden.

08.05.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel startet beim GP Spanien wieder mal aus der ersten Reihe. Doch der Platz an der Sonne gehört seinem Teamkollegen Mark Webber. Vettel vergrub sich nach der zweiten Trainingsniederlage in dieser Saison sofort ins Datenstudium. Er trug es mit Fassung, weil die Bestzeiten wie ein Pingpongball zwischen ihm und Webber hin- und hergeflogen waren. "Alles in allem bin ich zufrieden. Unser Auto hat einen Riesensprung nach vorne gemacht. Mark hat einen super Job gemacht. Er hat mich im letzten Sektor geschlagen, und ich muss jetzt in den Daten nachschauen, was er da anders macht."

Um genau zu sein: Es waren die beiden letzten Streckenabschnitte, in denen der Australier seine Zeit auf Vettel gutmachte: 0,059 Sekunden in Sektor 2 und 0,080 Sekunden in Sektor 3. Nur in den schnellen Passagen zu Beginn der Runde lag Vettel vor Webber. Normalerweise ist es umgekehrt. Vettels Revier sind die langsamen Ecken. Trotz der haushohen Überlegenheit warnt Vettel: "Es wäre schön, wenn es am Sonntag auch so wäre. Doch ich glaube nicht, dass wir den Vorsprung von sieben Zehnteln pro Runde halten können. Ein Gesamturteil werden wir erst nach dem Rennen abgeben können."

Der WM-Fünfte weiß, dass der kritischste Moment für ihn der Start sein wird. Hinter ihm lauern mit Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Jenson Button drei Fahrer mit großem Top-Speed-Vorteil dank des Heckflügel-Tricks. Und wenn die einmal vorne sind, gibt es für Red Bull kein Vorbei mehr.

Adrian Sutil:

Mit Platz elf verpasste Adrian Sutil zum ersten Mal die letzte K.O.-Runde des Qualifyings. "Das wurmt mich schon, dass ich die Top Ten knapp verpasst habe", gab der Force India-Pilot zu. "Ich hatte leicht Verkehr im letzten Sektor. Das hat mich zwei Zehntel gekostet. Genau das hätte ich zum Weiterkommen gebraucht." Ob er die Q2-Zeit von Sauber-Pilot Kamui Kobayashi hätte schlagen können, wusste auch Sutil nicht genau. "Das wäre knapp geworden. Aber eine 1:21.8 Min. war schon drin. Ich glaube, wir waren sehr ähnlich."

Große Veränderungen im Kräfteverhältnis konnte Sutil nicht feststellen. "Sauber hat einen guten Sprung gemacht. Sonst sieht das Feld noch so aus wie vorher. Jeder hat seine drei Zehntel gebracht." Mit Sauber könnte es in Zukunft einen engen Kampf geben. "Wir sind anscheinend gleiches Niveau. Aber die waren im Winter auch sehr stark hier." Auch dem Force India liegt die Strecke nicht schlecht. "Aber es gibt bessere. Zum Beispiel Monaco. Da freue ich mich schon drauf."

Timo Glock:

Timo Glock wirkte nach dem Qualifying angefressen. Der Grund war deutlich. "Es ist enttäuschend, dass das neue Auto genauso schnell ist wie das alte Auto." Die Zickigkeit konnte dem Virgin einfach nicht ausgetrieben werden. "Speziell im letzten Sektor, da verlieren wir auch das meiste auf Lotus." Überrascht über den großen Sprung bei Lotus war Glock nicht. "Das war ja angekündigt. Wir sind eher überrascht, dass es bei uns nicht geklappt hat." Für die nächsten Rennen sieht Glock schwarz: "Lotus ist jetzt erstmal weg."

Am Sonntag muss Glock aus der letzten Reihe starten. Das Team hatte Freitag versäumt, die Getriebeübersetzung rechtzeitig an die FIA-Stewards zu übermitteln. Nun geht es für Glock und Di Grassi fünf Plätze zurück. Glock wirkte überrascht: "Laut meiner Kenntnis steht im Reglement nichts davon, dass es dafür eine Strafe gibt." Der Grund für den Verzug ist einfach: "Wir hatten etwas Hektik mit ein paar späten Getriebeänderungen." Ein typischer Neulingsfehler? "Sowas sollte eigentlich vorher aussortiert sein."

Nico Rosberg:

Nach dem Traumstart in den ersten vier Rennen bläst Nico Rosberg in Barcelona erstmals Gegenwind ins Gesicht. Im Qualifying landete der Mercedes-Pilot nur auf Rang acht und damit zwei Plätze hinter Teamkollege Michael Schumacher. "Wir hatten starkes Untersteuern im Auto. Michael ist damit einfach besser zurechtgekommen", entschuldigt Rosberg. Um den Abstand zu reduzieren, probierte Rosberg alles: "Ich musste mich daran anpassen. Wir haben das Setup geändert und ich habe meinen Fahrstil so verändert, dass es am Ende unnätürlich wurde." Nach dem verkorksten Freitag kam Rosberg am Samstag etwas näher. Schlagen konnte er Schumacher aber nicht mehr.
 
Die Niederlage im teaminternen Duell war allerdings nicht das einzige Ärgernis für Rosberg: "Wir können einfach nicht erklären, warum Red Bull hier einen so großen Schritt gemacht hat. Eigentlich wollten wir mit unseren ganzen Updates angreifen und jetzt ist der Rückstand im Vergleich zu Shanghai noch angewachsen." Dazu erlebte Rosberg noch eine Schrecksekunde, als ihm Fernando Alonso in der Boxengasse vor die Nase fuhr. "Das war richtig gefährlich. Da standen Fotografen in der Nähe, die bei einer Kollision durch herumfliegende Teile hätten verletzt werden können." Durch eine schnelle Reaktion konnte Rosberg das Schlimmste verhindern.

Nico Hülkenberg:

Nach dem Chaosqualifying in Malaysia bot Nico Rosberg in Barcelona seine beste Samstagsleistung der Saison. Überraschend kam der zwölfte Platz aber nicht. "Irgendwo zwischen elf und 13 habe ich schon erwartet. Es ist eng. Ein Zehntel mehr und ich hätte den De la Rosa gehabt, Sutil zwei Zehntel mehr." Mit seiner eigenen Leistung ist der Rheinländer zufrieden. "Ich bin eine gute Runde gefahren und habe es gut auf den Punkt gebracht vom Setup."

Das Auto konnte die Erwartungen Hülkenbergs allerdings noch nicht erfüllen. Vor allem die Leistung der Sauber beeindruckte den F1-Rookie: "Die haben wohl ein Update gebracht, das mehr gebracht hat als unseres." Dennoch blickt "Hülk" zuversichtlich nach vorne: "Wir haben in den nächsten zwei Rennen noch was in der Pipeline, was hoffentlich mehr Fortschritte bringt. Das F-Duct-System soll laut Hülkenberg in der Türkei im Renneinsatz sein.

Michael Schumacher:

Wie das Qualifying für Michael Schumacher gelaufen ist, erfahren Sie hier:

>> Schumi schlägt zurück: Schumacher wieder in Normalform

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