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Formel 1: GP Bahrain - Die deutschen Piloten

Hülkenberg und Sutil: Dreher aus den Punkten

Adrian Sutil Foto: xpb 62 Bilder

Die deutschen Piloten kamen mit hohen Erwartungen nach Bahrain. Am Ende blieb das Podium ohne deutsche Beteiligung. Keiner der Piloten kam problemlos durchs Rennen. Trotzdem waren die meisten nicht unzufrieden.

14.03.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Adrian Sutil:

Wieder einmal stand eine Kollision zwischen Adrian Sutil und einem Punkteplatz. Der auf Rang zehn gestartete Deutsche traf schon in der zweiten Kurve den Renault von Robert Kubica. Beide Piloten drehten sich und fielen ans Ende des Feldes zurück. "Das war ein ziemliches Durcheinander. Plötzlich gab es Rauch hinter Mark Webber. Dann wurde es kurz duster", beschreibt Sutil das Startgetümmel. "Viele sind wie ich nach innen gezogen. Dann zog Robert plötzlich von außen rein. Ich weiß nicht, ob er mich nicht gesehen hatte."

Anschließend ging es nur noch um Schadensbegrenzung. "Das lief auch ganz gut. Rang zwölf ist nicht so schlecht. Vor allem wenn man das Teamergebnis betrachtet mit Vitantonio Liuzzi auf Rang neun." Bis auf den Zwischenfall mit Kubica hatte Sutil keinen Grund zur Klage. "Das Wochenende lief eigentlich perfekt. Platz sechs wäre vielleicht möglich gewesen. Ich konnte immerhin die zweitschnellste Runde drehen. Und das auf den superweichen Reifen, die ich insgesamt 30 Runden drauf hatte."

Nico Hülkenberg:

Auch für Nico Hülkenberg gab es nichts Zählbares. Der Williams-Pilot beendete sein erstes Formel 1-Rennen auf Platz 14. Es begann mit Problemen in der ersten Kurve, setzte sich mit einem fulminanten Dreher fort und endete mit einer Aufholjagd, der die nachlassenden Reifen ein Ende setzten. "In der ersten Kurve war plötzlich unheimlich viel Rauch. Ich wusste gar nicht, wer da drin steckte und habe mich außenrum in den Kies geflüchtet. Dadurch gingen einige Plätze verloren."

Der Highspeed-Dreher in Kurve 6 ist Hülkenberg immer noch ein Rätsel: "Das Auto ging weg, ich hatte es fast eingefangen, da ging es wieder hinten weg. Zunächst war ich mir sicher, dass da was gebrochen sein muss, aber beim Check in der Box haben die Jungs nichts gefunden. Ich bin dann einen langen Turn mit den harten Reifen gefahren und noch längere 24 Runden mit den weichen Reifen. Die waren zum Schluss ziemlich rasiert. Vorne wie hinten, was auch kein Wunder ist, wenn die Balance des Autos nicht optimal ist." Hülkenbergs Fazit nach seinem ersten Grand Prix: "Einsam und langweilig."

Nico Rosberg:

Für Nico Rosberg war das erste Wochenende mit seinem neuen Team ein Erfolg. Auf Platz fünf war der Wiesbadener immerhin bester Silberpfeil. Einen Michael Schumacher im gleichen Auto zu besiegen, kann nicht jeder von sich behaupten. Es hätte sogar noch weiter nach vorne gehen können: "Ich startete sehr gut und verbesserte mich in der ersten Runde auf Platz vier. Doch während des ersten Rennabschnitts auf den weicheren Reifen war ich mit dem Speed nicht zufrieden. Lewis überholte mich beim Boxenstopp und wir müssen analysieren, wie das geschehen konnte."

Nachdem er den Platz gegen Hamilton verloren hatte, bot sich am Ende doch noch einmal die Chance auf Rang vier. Sebastian Vettel kam mit gebrochenem Auspuff plötzlich in Reichweite: "Leider schaffte ich es am Ende nicht, Sebastian Vettel zu überholen; immer wenn ich näher in die Luftverwirbelungen hinter seinem Auto kam, verlor ich Grip. Dennoch ist der fünfte Platz ein guter Beginn für uns und ich bin zuversichtlich, dass wir darauf aufbauen können."

Timo Glock:

Am Freitag hatte es Timo Glock bereits prophezeit, dass er das Rennen wohl nicht beenden wird. Am Sonntag bewahrheitete sich seine Prognose leider. "Am Anfang war das ganz okay", beschreibt Glock die ersten Rennrunden für Virgin. "Es gab leichte Probleme mit dem Motor, aber dann konnte ich irgendwann Heikki Kovalainen angreifen und schließlich auch überholen. Leider dauerte das nur eine Runde." In der 16. Runde musste der Deutsche dann aufgeben. "Beim Runterschalten war plötzlich der dritte Gang weg. Dann auch beim Hochschalten. Am Ende haben sich noch mehr Gänge verabschiedet."

Der Ausfallgrund kam auch für den Odenwälder unerwartet. "Getriebeprobleme hatten wir eigentlich den ganzen Winter nicht." Das Rennen sollte eigentlich ein weiterer Test werden. "Wir brauchen die Kilometer. Wir müssen so schnell wie es geht die technischen Probleme aussortieren." Trotz des Fehlstarts bereut Glock seine Entscheidung für Virgin noch nicht. "Erstens ist es keine Fehlentscheidung und zweitens ist es jetzt auch zu spät darüber nachzudenken."

Sebastian Vettel:

>> Sebastian Vettel: "Schade um den schönen Pokal"

Michael Schumacher:

>> Unspektakuläres Punkte-Comeback für Schumi

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