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Vettel, Rosberg & Co. - Deutsche Piloten in Kanada

Hoffnung auf Steigerung im Rennen

Nico Rosberg Foto: dpa 22 Bilder

Die sechs Deutschen Piloten konnten im Qualifying nicht überzeugen. Für das Rennen ist man im deutschen Lager dennoch optimistisch. Aufholen lautet die Devise. Realistische Siegchancen besitzt allerdings nur noch Sebastian Vettel auf Rang drei.

13.06.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel fühlt sich für das Rennen gut gerüstet. Der Red Bull-Pilot hat mit harten Reifen gepokert und möglicherweise den ganz großen Joker gezogen, auch wenn er in der Startaufstellung hinter Teamkollege Mark Webber auf Platz drei steht. "Ich starte innen, das ist die bessere Linie", glaubt Vettel. Da der WM-Vierte mit den harten Reifen ins Top Ten-Finale ging, wurde ein kleiner Dauerlauf aus dieser Mission. Vettel fuhr im Q3 sechs Runden am Stück.

"Es war nicht meine beste Trainingssitzung", gab Vettel zu. "Wenn du so lange am Stück fährst, fehlt dir irgendwie das Gefühl dafür, was die entscheidende Runde ist. In meiner vorletzten Runde bin ich in der Schikane vor Start und Ziel geradeaus gefahren. Das ist mir das ganze Wochenende nicht passiert. Sie wäre ungefähr so gut gewesen wie meine letzten Runde."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg blickte wieder einmal zufrieden auf eine Qualifikation zurück. Platz 12, nur vier Tausendstel hinter Teamkollege Rubens Barrichello, aber vor Michael Schumacher. "Ehrlich gesagt", grinste Hülkenberg, "hat mich der Rückstand auf Rubens mehr geärgert als dass mich der Vorsprung auf Michael gefreut hätte." An seiner Runde hatte der 22-Jährige aus Emmerich nichts auszusetzen. "Mehr ging nicht, es war eine sehr gute Runde."

Insgesamt machte der Williams eine stärkere Figur als zuletzt in der Türkei. "Das liegt daran, dass wir jetzt die neuen Getriebeübersetzungen fahren, die uns helfen, die Motorpower besser auszunutzen. Dazu kommen noch ein paar Aerodynamikänderungen, die sich ausgezahlt haben." Hülkenberg wird mit den harten Reifen ins Rennen gehen. "Da bist du einfach in deiner Strategie flexibler. Der Reifen baut nicht so stark ab wie der weiche Gummi."

Adrian Sutil:

Mit Platz neun landete Adrian Sutil im Qualifying ungefähr dort, wo er es sich vorher ausgerechnet hatte. "Ich habe eine gute Runde hingelegt und bin zufrieden", erklärte der Gräfelfinger anschließend. Dass Teamkollege Tonio Liuzzi sogar bis auf Startplatz sechs nach vorne fuhr, verwunderte den Deutschen allerdings ein bisschen. "Er ist eine schnelle Runde mehr gefahren als ich. Vielleicht hat er da seine Reifen besser aufgewärmt", grübelte Sutil.

Für das Rennen wagt Sutil noch keine Prognose. Wie die meisten anderen Piloten unter den Top Ten sind die Force India mit den weichen Reifen unterwegs. "Wir hätten das Risiko splitten können. Aber am Ende wollten wir beide lieber mit der weichen Mischung ins Qualifying. Da war uns die Startposition wichtiger." Einen großen Vorteil der Piloten mit harten Reifen sieht Sutil allerdings nicht. "Jeder muss mindestens zweimal stoppen. Dann kommt es darauf an, wie sich die Strecke entwickelt und wann es Safety-Car-Phasen gibt. Das kann so oder so ausgehen."

Timo Glock:

Mit Startplatz 21 betrieb Timo Glock am Ende noch Schadensbegrenzung. "Ich bin zufrieden. Ich habe eine gute Runde hinbekommen und das bestmögliche Resultat erreicht. Die Lotus sind auf dieser Strecke für uns nicht zu schlagen." Da machte es am Ende auch nichts aus, dass Virgin im Training zunächst ein Aerodynamik-Paket ausprobierte, dass zu wenig Abtrieb bot. Erst der Umbau am Freitagnachmittag brachte die Wende für Glock. "Dann haben wir uns kontinuierlich verbessert."

Teamkollege Lucas di Grassi fuhr jedoch auch am Samstag noch das neue Paket. "Er war auf der Geraden 15 km/h schneller", rechet Glock vor. Am Ende muss der Brasilianer aber zwei Plätze hinter dem Deutschen ins Rennen gehen. Für den Sonntag hat Glock allerdings noch längst nicht aufgegeben. "Mit schwerem Auto waren wir immer etwas besser bei der Musik. Das haben die letzten Rennen gezeigt. Ich hoffe, das ist hier wieder so."

Nico Rosberg:

Im Mercedes-Lager kämpfte man mit den schwarzen Gummis. Nico Rosberg fand im Qualifying einfach keinen Grip und landete nur auf Rang zehn: "Es war ein Reifenproblem, mit dem wir schon das ganze Wochenende kämpfen. Einige Teams bekommen die Reifen einfach besser zum Arbeiten als andere. Vor allem der weiche Reifen ist für uns ein großes Problem." Am Ende entschied sich Rosberg im Q3 aber doch für die Mischung "super-soft", weil sie auf eine Runde den schnelleren Eindruck machte.

"Vor dem Qualifying war nicht ganz genau klar, welcher der bessere Reifen ist. In den ersten beiden Quali-Runden haben wir dann einen Vergleich gemacht und da hat sich der Weiche als schneller herausgestellt. Deshalb sind wir dabei geblieben." Im Rennen hofft Rosberg, dass die Reifenprobleme weitergehen - dann aber bei der Konkurrenz: "Die Reifen sind eine Chance, nach vorne zu kommen. Mit dem ganzen Graining wird es sicher ein ereignisreiches Rennen." Dann will Rosberg auch nicht mehr so aggressiv über die Kerbs in der Schikane räubern.

Michael Schumacher:

Wie es Michael Schumacher im Qualifying von Montreal erging, lesen Sie hier:

>> "Schumi in Montreal-Quali auf verlorenem Posten"

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