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Formel 1: Geldsegen für Mercedes

Deutsche Post und Autonomy als Sponsoren

Michael Schumacher Foto: xpb 63 Bilder

Auf der Rennstrecke wartet Mercedes GP noch auf Siege. Doch in der Kasse des Rennstalls klingelt es bereits. Mit der Deutschen Post und Software-Hersteller Autonomy hat man zwei weitere Sponsoren gefunden. Bald könnte die Formel 1 zum Profitcenter werden.

05.04.2010 Michael Schmidt

Die Tinte unter dem Vertrag war noch frisch, da stand der Schriftzug schon auf den Flanken des MGP W01-Chassis im Bereich vor den Seitenkästen. Einen Tag vor dem ersten Training zum GP Malaysia besiegelten Mercedes GP und sein neuer Sponsor Autonomy einen Zweijahresvertrag mit der Option auf mehr.

Die Unterschrift kam so kurzfristig, dass der Rennstall in Sepang gar nicht mehr alle Stellflächen in der Box und in den Teampavillons mit dem Schriftzug des neuen Geldgebers drapieren konnte. Autonomy ist ein global agierender Software-Entwickler für Wissensmanagement-Systeme. Es ist nach dem Energydrink Monster bereits der zweite größere Sponsor, der während der Saison angebissen hat.

Deutsche Post kurz vor der Unterschrift

Der dritte steht unmittelbar bevor. Ab dem Europaauftakt in Barcelona soll die Deutsche Post mit einem neuen Produkt an prominenter Stelle auf den Silberpfeilen werben. Die Kombination Mercedes und Michael Schumacher wirkt auf potenzielle Geldgeber offenbar wie ein Magnet.

Jetzt müssen nur noch Siege auf der Rennstrecke her. Nico Rosberg, der Drittplatzierte des GP Malaysia, glaubt, dass man ab dem GP Spanien am 9. Mai diesem Ziel ein deutliches Stück näherrücken wird: "Es wird ein umfangreiches Technikpaket geben, und die Werte sehen gut aus." Mercedes-Rennleiter Norbert Haug weiß um die Schwierigkeit der Aufgabe: "Wir müssen zwei Schritte auf einmal machen, weil auch die anderen in Barcelona mit Ausbaustufen kommen werden."

Formel 1 für Mercedes als Profitcenter

Experten schätzen, dass der Rennstall aus Brackley sein Budget dank der neuen Verträge in den nächsten zwei Jahren um gut 20 Millionen Euro aufstockt. Damit ist Mercedes seinem Ziel, aus der Formel 1 ein Profitcenter zu machen, einen großen Schritt näher. 2011 greifen die Ressourcenbeschränkungen der Formel 1 richtig. Dann sind pro Team nur noch 350 Mitarbeiter erlaubt. Dann sind Fremdleistungen auf maximal 20 Millionen Euro pro Saison beschränkt. Dann soll die Zahl der Motoren pro Auto von acht auf fünf reduziert werden.

In Malaysia regte die Teamvereinigung FOTA weitere Beschränkungen bei der Windkanalnutzung an. Teams wie Force India oder Toro Rosso sind bereits heute mit Budgets deutlich unter 100 Millionen Euro konkurrenzfähig. Dorthin geht der Trend. Das bedeutet für die großen Teams mit lukrativen Sponsorverträgen und üppigen Zahlungen aus dem Einnahmetopf von Bernie Ecclestone, dass sie am Ende einer Saison einen ordentlichen Gewinn ausweisen können.

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