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Deutsches Quintett mit Höhen und Tiefen

Foto: Red Bull 75 Bilder

Sie hatten lichte und sogar glanzvolle Momente, doch aus dem langen Schatten des siebenmaligen Weltmeisters Michael Schumacher konnten die deutschen Formel-1-Piloten in der Saison 2008 noch nicht ganz rasen.

30.10.2008

Dabei fielen die Leistungen des Rennquintetts höchst unterschiedlich aus. Da ist der furiose Aufsteiger Sebastian Vettel auf der einen Seite und der unfreiwillige Kurzarbeiter Adrian Sutil auf der anderen. Timo Glock feierte ein äußerst solides Comeback in der Königsklasse und punktete sogar über dem Soll, für Nick Heidfeld ging es auf und ab. Bei Nico Rosberg überwiegt trotz bester Karriereplatzierung vor dem Finale am Sonntag (2.11.) in Sao Paulo die Enttäuschung.

Der Aufsteiger

Sebastian Vettel. 21 Jahre alter Heppenheimer und Pilot bei Toro-Rosso. WM-Achter mit 30 Punkten: Schon als "Baby-" oder "Bonsai-Schumi" gefeiert, hält auch das Original große Stücke auf seinen potenziellen Nachfolger. Vettels größter Coup: Der sensationelle Sieg in Monza, mit dem das "Milchgesicht" Experten und Fans überraschte und eindrucksvoll bewies, dass ihm die Zukunft gehört. Drei fünfte Plätze legen zudem Zeugnis über Vettels Fahr-Qualitäten ab. Nicht nur Formel-1-Boss Bernie Ecclestone sieht ihn als Weltmeister in spé. 2009 fährt Vettel für Red Bull.

Der Berg- und Talfahrer

Nick Heidfeld. 31 Jahre alter Mönchengladbacher und Pilot bei BMW-Sauber. WM-Fünfter mit 60 Punkten: "Quick Nick" musste lange um sein Cockpit bei den Weiß-Blauen bangen, ist mittlerweile aber für 2009 gesetzt. Heidfeld stand von den Deutschen mit Abstand das beste Material zur Verfügung, er machte aber zu wenig daraus. Probleme im Qualifying bremsten ihn immer wieder, Kollege Robert Kubica war meist auch im Rennen schneller. Vier zweite Plätze sind zu wenig für den erfahrenen Piloten, der immer noch auf seinen ersten Sieg wartet. Sein Ziel bleibt: "Ich will Weltmeister werden."

Der Zufriedene

Timo Glock. 26 Jahre alter Wersauer und Pilot bei Toyota. WM-Zehnter mit 22 Punkten: Glock hat sein Ziel in seiner ersten kompletten Saison längst erreicht. Er holte schon zwei Zähler mehr als ursprünglich geplant: "Ich habe große Fortschritte gemacht. Dies war ein ein sehr gutes erstes Jahr mit Toyota." Höhepunkt: der zweite Platz in Budapest. Stark fuhr Glock in Kanada und Singapur jeweils als Vierter. Sollte Toyota seinen Aufwärtstrend fortsetzen können, sind 2009 mehr Podestplätze für Glock möglich.

Der Enttäuschte

Nico Rosberg. 23 Jahre alter Wiesbadener und Pilot bei Williams-Toyota. WM-Platz 13 mit 17 Punkten: Der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg ist der große Verlierer. In der Hoffnung auf einen Aufschwung des britischen Traditionsteams hatte er auf das freie Cockpit bei McLaren-Mercedes neben Lewis Hamilton verzichtet. Der dritte Rang zum Auftakt in Australien und der zweite Platz von Singapur schönten die Pleite, waren aber kein Trost für das ambitionierte Talent: "Wir sind irgendwo in der Walachei. Ich habe mir mehr erwartet." Ein verlorenes Jahr.

Der Kurzarbeiter

Adrian Sutil. 25 Jahre alter Gräfelfinger und Pilot bei Force India. WM-Platz 20 mit null Punkten: Der Hobby-Pianist gibt nur in einer Sparte klar den Ton an: Sutil ist der "Ausfall-König". Wegen technischer Defekte, Unfällen oder Fahrfehlern kam er bislang elfmal nicht ins Ziel: "Ich habe die Flagge zu oft nicht gesehen." Bei dem selbstbewussten Bayern klaffen Selbsteinschätzung und Können weit auseinander. Beim Prestige-Grand-Prix in Monaco wäre ihm allerdings beinahe der große Coup geglückt: An vierter Stelle liegend, schoss ihn aber Titelverteidiger Kimi Räikkönen im Regen ab.

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