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Die FIA-Polizei prüft

Williams reagiert auf FIA-Verbot

Williams FW31 Foto: Williams F1 10 Bilder

Update ++ Zweieinhalb Wochen vor dem Saisonauftakt in Melbourne könnten einige Teams noch zu eiligen Nachbesserungen gezwungen werden. Im Fokus der FIA-Regelhüter stehen die Teams Toyota, Williams und BMW-Sauber.

10.03.2009 Michael Schmidt

Es war ein Blitzbesuch, der möglicherweise Folgen hat. FIA-Rennleiter Charlie Whiting war für fünf Stunden in Barcelona eingeschwebt, um die aktuellen Formel 1-Modelle in Augenschein zu nehmen. Es gibt immer noch ungeklärte Fragen in Bezug auf die Legalität einiger Autos. Besonderes Interesse fand Whiting an den Autos von Toyota, Williams und BMW.

Bei Toyota geht es um die Diffusor-Erweiterung unter der Rückleuchte. Dort wurde ein zusätzlicher Kanal oberhalb der erlaubten 175 Millimeter-Grenze angebracht. Nach den Buchstaben des Gesetzes ist das legal, weil man die zusätzliche Fläche von unten nicht sehen kann. Sie ist durch das Diffusordach abgeschirmt.

Der Knackpunkt aber liegt darin, wie Toyota Luft in diesen Bereich bringt. Das passiert über zwei Eintrittslöcher im Unterboden, dort wo die Stufe in die Referenzebene übergeht. Auch dagegen ist nichts einzuwenden. Jetzt aber wird es spannend. Wie kommt die Luft von dort in den zusätzlichen Diffusorkanal?

Illegales Flügelelement?

Whiting wollte sich den Mechanismus in der Toyota-Box genauer anschauen. Die Frage, ob die Idee legal oder illegal ist, hängt davon ab, wie die Techniker das Problem gelöst haben. Wenn es dumm läuft, könnten die Regelhüter das zweite Diffusordach als unteres Heckflügelelement interpretieren.

Das liegt dann entweder außerhalb des erlaubten Fensters, das sich zwischen 200 und 400 Millimeter über der Referenzebene befindet, oder es wäre ein zusätzliches Element zu dem eigentlichen Heckflügel-Unterblatt. In dem erwähnten Fenster ist aber nur ein Leitwerk erlaubt.

Williams-Finnen unter der Lupe

Auch die zwei Flossen hinter dem Fahrerkopf am Williams FW31 haben den Argwohn der FIA-Kommissare erregt. Die Ingenieure aus Grove haben die Grauzone dort zwar im legalen Bereich genutzt, doch die 30 Zentimeter hohen Finnen könnten nach Ansicht von Charlie Whiting ein Sicherheitsrisiko darstellen. BMW musste 2006 zwei Turmflügel im Bereich der Vorderachse aus dem gleichen Grund abmontieren.

Die FIA bemängelt, dass durch die beiden Finnen über dem Cockpit der Fahrer im Falle eines Unfalls nicht geborgen werden könnte: Ein spezieller Sicherheitssitz erlaubt es, den Piloten samt Sitz aus dem Fahrzeug zu bergen, um Verletzungen der Wirbelsäule zu verhindern. Dabei könnten, so die FIA-Kommissare, die beiden Anbauteile die Retter behindern. Williams reagierte prompt auf die Kritik und kündigte am Mittwoch (11.3.) an, die beiden Finnen zu entfernen.

BMW-Sauber verspricht schnelle Lösung

Auch auf BMW muss nachbessern. Am Ende der der Cockpitverkleidung, dort wo die Zone endet, in der die 75 Millimeter-Radius-Regel außer Kraft gesetzt ist, wachsen am BMW F1.09 zwei kleine Finnen aus dem Cockpitrand.

Da es sich exakt um den Grenzbereich zwischen legal und illegal handelt, bat die FIA die Ingenieure das Problem aus der Welt zu schaffen. Technik-Koordinator Willy Rampf versprach: "Wir füllen diesen Bereich mit Material auf." Der Nackenschutz verläuft dann etwas höher und die Finnen verschwinden.

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