Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Pirelli-Reifen

Die Formel 1 fetzt sich wegen Gummifetzen

Formula 1 Grand Prix, Malaysia, Friday Foto: xpb 30 Bilder

Beim GP Malaysia beklagten sich einige Fahrer über die großen Gummifetzen am Streckenrand. Vitaly Petrov sieht sie als Ursache für seinen Unfall, Paul di Resta knallten sie auf die Hand und Sebastian Vettel sieht sie schon im Tee der Zuschauer.

15.04.2011 Bianca Leppert

So elastisch die Gummifetzen selbst sind, so weit gehen auch die Meinungen zu den Gummiresten auf der Piste auseinander. In Malaysia lagen neben der Ideallinie viele Abriebstücke der neuen Pirelli-Reifen herum.

Petrov sieht Gummifetzen als Ursache für Unfall

Sie wiegen im Schnitt zwischen zehn und 20 Gramm. Ähnlich wie Karamell sind sie in warmem Zustand noch elastisch und weich. Kühlt das Gummi ab, werden sie hart. Ungefähr eineinhalb Kilo pro Stint lösen sich von einem in neuem Zustand achteinhalb Kilo schweren Reifen. Gummiabrieb ist nichts Neues in der Formel 1, allerdings sind die Rückstände der Pirelli-Reifen größer.

Renault-Pilot Vitaly Petrov sieht sie als Ursache für seinen Unfall, bei dem die Aufhängung der Lenksäule brach. Seine Theorie: Weil er die Gummifetzen aufsammelte, fing sein Auto an zu Untersteuern. Paul di Resta ließ nach dem Rennen verlauten, ihm wäre eines dieser Geschosse auf die Hand geknallt. "Das hielt mich aber nicht vom Überholen ab", sagt der Force India-Pilot. "Die Strecke war allgemein sehr dreckig."

Reifenstücke im Tee?

Weltmeister Sebastian Vettel gehört wie Petrov und di Resta zu den Kritikern an den Gummifetzen. "Ich hatte so einen Klumpen im Training plötzlich mitten auf dem Visier", sagte er in Malaysia. "Die werden wie Geschosse von den vorausfahrenden Autos abgefeuert. Stellt euch mal Singapur oder Monaco vor, wo die Zuschauer nah an der Strecke setzen. Da hat dann ein Fan so einen Gummifetzen in seinem Tee."

Pirelli reagiert auf Kritik

Reifenhersteller Pirelli hat nun genug von der Meckerei der Fahrer und reagiert. "Nachdem alle Strategien aufgingen, erlebten wir in Sepang zehn absolut spannende letzte Runden - aber man kann kein Omelette machen, ohne Eier zu zerschlagen. Das gilt auf das Rennen in Malaysia übertragen für den Gummi. Die Gummifetzen auf der Strecke sind eine natürliche Konsequenz des stärkeren Reifenabbaus, der aber zu spannenderen Rennen führt. All dieser Gummi muss irgendwohin - wie früher auch."

Für China erwartet der Reifenhersteller ohnehin weniger Gummifetzen aufgrund der geringeren Belastung. Pirelli will nun daran arbeiten, sie zu reduzieren. Damit sollte sich dann auch im Fahrerlager keiner mehr fetzen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden