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Formel 1 Grand Prix Bahrain

Die Formel 1 in Habachtstellung

Impressionen - Formel 1 - GP Bahrain - 19. April 2012 Foto: xpb 77 Bilder

Im Fahrerlager von Bahrain war es am Donnerstag (19.4.) noch ruhig. Doch ein Vorfall, bei dem Force India-Mechaniker in Gefahr gerieten, sorgt für Diskussionen. Die wenigsten Fahrer wollen sich zu der Lage äußern.

19.04.2012 Bianca Leppert

Wer in Bahrain am Flughafen ankommt, denkt hier wäre alles in Ordnung. Von Werbeplakaten grinsen junge Menschen, darüber steht "UniF1ed, one nation in celebration". Von der Toilettenfrau bis zum Hotelpersonal sind alle bemüht, Bahrain als gastfreundliches Land wirken zu lassen. Doch weiterhin toben in der Hauptstadt Auseinandersetzungen zwischen Demonstraten und Polizei.

Zur falschen Zeit, am falschen Ort

Auf der Fahrt zur Rennstrecke bekommt man davon allerdings nur wenig mit. Es scheint, alles wie immer zu sein. Es scheint. Denn wer zur falschen Zeit am falschen Ort ist, kann einen anderen Eindruck bekommen. So wie die vier Force India-Mechaniker, die am Mittwochabend auf dem Nachhauseweg von der Strecke zufällig in eine Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Polizei gerieten. In der Nähe ihres Autos explodierte ein Molotow-Cocktail. Zwei Mechaniker des Teams haben sich aufgrund der Sicherheitslage auf den Heimweg gemacht.

Force India-Pilot Nico Hülkenberg meint: "Es ist definitiv nicht richtig, dass solche Sachen passieren. In der Formel 1 geht es um Unterhaltung und solche Sachen sollten uns nicht passieren." Wer nun im Recht ist, Opposition oder Königsfamilie, will Hülkenberg nicht beurteilen. "Ich bin kein Politiker, sondern Formel 1-Fahrer", sagt er. "Aber so etwas sollte nicht passieren, oder?"

Fahrer zurückhaltend

Hülkenberg war einer der wenigen, die sich überhaupt zu dem Thema äußerten. Sebastian Vettel sieht die Situation in einem Punkt aber ähnlich wie sein Landsmann. "Wir machen unseren Job", sagt Vettel. "Es ist ein Sport und nichts anderes." Wie Hülkenberg fühlt sich Vettel im Fahrerlager sicher. "Draußen ist das Risiko wahrscheinlich höher", meint er. Aber vollständige Sicherheit gebe es eben nirgends, auch in Brasilien sei es gefährlich.

Die Teams trafen so oder so Sicherheitsvorkehrungen. Einige Mannschaften wohnen nicht mehr in der Stadt, sondern haben ihre Behausung in die Nähe der Strecke verlegt. Sauber ist eine Ausnahme. Die Schweizer wohnen weiterhin im Zentrum. Bei Force India werden die Mechaniker jeden Tag gebrieft und es gibt verschiedene Sicherheitsvorkehrungen.

Michael Schumacher zählt seit jeher zu den Unterstützern des Grand Prix. Der siebenmalige Weltmeister will sich deshalb auch lieber nicht zu diesem Thema äußern. "Ich will den Sport nicht mit Politischem mischen. Ich bin für den Sport hier."

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