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Uneinigkeit im Fahrerlager

Die Formel 1 zofft sich um Testfahrten

Hamilton Button McLaren GP England 2012 Foto: McLaren 50 Bilder

Das Thema Testfahrten ist immer noch nicht ausgestanden. Der Zusatz-Test für junge Fahrer wurde jetzt auf drei Termine in Silverstone, Magny-Cours und Abu Dhabi aufgesplittet. Im nächsten Jahr soll nur noch 12 statt 15 Tage getestet werden. Doch da regt sich plötzlich Widerstand.

19.07.2012 Michael Schmidt

Wie will die Formel 1 sich über ein so heikles Thema wie Kostenreduzierung verständigen, wenn sie nicht mal die einfachsten Dinge hinbekommt? Das beste Beispiel für die Uneinigkeit im GP-Zirkus sind die Diskussionen über Testfahrten. Selbst da schlagen private Interessen den gesunden Menschenverstand. Der Streit um den Termin des Zusatz-Tests für junge Fahrer hat dazu geführt, dass nicht mehr alle zwölf Teams gleichzeitig zu einem Test antreten, sondern dass er auf drei Termine aufgesplittet wird. Williams, Marussia und HRT haben ihren Talent-Test schon vergangene Woche in Silverstone abgespult.

Neue Diskussionen um Testfahrten 2013

Ferrari und Mercedes werden in der Woche nach dem GP Italien in Magny-Cours antreten. Alle anderen bleiben nach dem GP Abu Dhabi noch drei Tage auf dem Yas Marina Circuit, bevor es zum abschließenden Doppelschlag nach Austin und Sao Paulo geht. Kleine Teams wie Sauber, Force India oder Caterham beißen in den sauren Apfel, obwohl ihre Crews dann sieben Wochen durcharbeiten müssen. Magny-Cours ist für sie aber nicht machbar. Die Autos werden bereits am Donnerstag nach Monza Richtung Singapur geflogen. Das Mittelfeld hat weder das Material noch das Personal, ein Parallelprogramm durchzuziehen.

Auch über das Testprogramm für 2013 flammen wieder Diskussionen auf. Eigentlich hatten sich alle darauf geeinigt, das Pensum von 15 auf 12 Tage zu kürzen und den Test mitten in der Saison zu streichen. Die Testwoche in Mugello erwies sich im Nachhinein als überflüssig. Jetzt brachte die FIA das Thema Testfahrten wieder auf den Tisch. Offenbar, weil einige Teams Druck gemacht hatten.

Private Tests zu teuer

Ferrari und Mercedes brachten daraufhin den Vorschlag ins Spiel, dass jedes Team individuell drei Tage in der Saison testen darf. Das wird aber vom Rest des Feldes abgelehnt, weil private Testfahrten viel zu teuer sind. Wenn, dann alle zusammen, weil man sich so die Streckenmiete aufteilen kann. Der Hickhack um ein so einfaches Thema wie Testfahrten lässt befürchten, dass der Versuch, einen Kostenreduzierungsplan im FIA-Sportgesetz zu verankern, kläglich scheitern wird.

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