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Formel 1: Silberpfeil B-Version in Spanien

Die Geheimnisse des neuen Mercedes

Mercedes GP W01 Foto: dpa 10 Bilder

Das Wort "neues Auto" hört man bei Mercedes nicht so gern. Weil das die Erwartungen vor dem ersten Einsatz in Barcelona zu hoch schraubt. Doch die Liste der Änderungen am generalüberholten MGP W01 ist lang. Es soll mindestens vier Zehntel schneller sein.

07.05.2010 Michael Schmidt

Nennen wir es B-Version. Auch wenn Michael Schumacher diese Bezeichnung ablehnt und lieber von einem "modifizierten Auto" spricht. Der runderneuerte Mercedes GP W01 ist eine Evolution, der man das Facelift beim ersten Hinschauen ansieht.

Der erste Blick fällt sofort auf die Airbox. Der Lufteinlass für den Motor thront nicht mehr auf dem Überrollbügel sondern eine Etage tiefer links und rechts davon. Ein Konzept, das so bis jetzt noch kein anderes Team gezeigt hat. Der Coup ist möglich, weil der Überrollbügel beim Silberpfeil nur ein schmale aber stabile Finne ist, die es erlaubt, auch an der Seite eine Öffnung anzubringen. Die dreieckigen Überrollbügel der Konkurrenz zwingen dem Auto eine in das Dreieck integrierte Öffnung geradezu auf.

Bessere Anströmung des Heckflügels

Teamchef Ross Brawn erläutert im Stenogrammstil die Vorteile der Mercedes-Lösung: "Der Heckflügel wird besser angeströmt, der Motor besser gekühlt, und ein bisschen reduziert sich auch der Luftwiderstand, was aber die geringste Priorität hat, weil wir ja am Heckflügel mehr Anpressdruck generieren wollen. Das wiederum erhöht den Widerstand."

Mit der Airbox ist es nicht getan. Die leicht geänderte Geometrie der Hinterradaufhängung ist nur von Experten zu sehen. Ganz anders das Bild am anderen Ende des Autos. Der Frontflügel erhielt sichtbare Retuschen. Brawn spricht von "Feinarbeit". Die Vorderräder sind weiter nach vorne gespreizt. Um wie viel, darüber schweigt sich Brawn aus. "Darüber wollen wir nicht reden. Es ist genug, um die Gewichtsverteilung deutlich Richtung Heck zu transferieren."

Update soll mindestens vier Zehntel bringen

In dieser Maßnahme liegt auch die Unbekannte, um wieviel der Mercedes tatsächlich schneller sein wird. "Allein von den Aerodynamikdaten her sollten wir drei bis vier Zehntel schneller sein. Die neue Gewichtsverteilung erlaubt uns aber andere Abstimmungen am Auto. Darin könnte auch noch Rundenzeit verborgen sein, was wir aber erst wissen, wenn wir damit gefahren sind."

Der längere Radstand hat laut Brawn auch noch einen zweiten angenehmen Nebeneffekt. Die größere Abstand zwischen Vorderrädern und Seitenkästen ermöglicht es, die Luft sauberer unter das Auto zu leiten, wovon der vergrößerte Doppeldiffusor profitiert. Möglich wird das durch Modifikationen an den Leitblechen und am Beginn des Unterbodens. Dort werden die schlimmsten Turbulenzen abgefangen und vom Auto weg geleitet.

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