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Die große Zerreißprobe

Die Formel 1 ist gespalten und zerstritten wie eh und je. Eine Schlüsselrolle spielt, neben den Drahtziehern Bernie Ecclestone und der Herstellervereinigung GPWC, auch das Weltmeister-Team Ferrari.

28.09.2004

Ferrari braucht Geld. Die Tochter Maserati schreibt rote Zahlen, der Kampf gegen die anderen Teams erfordert pro Jahr mindestens 300 Millionen Dollar im Jahr. Dass sich die Roten ihre Teilnahme an der Formel 1 mit einer Sonderzahlung von 100 Millionen Dollar vergolden lassen wollen, ist kein Geheimnis mehr. Die große Frage lautet aber, wer sie bezahlen soll.

Die GPWC, durch den Ausstieg von Ford ohnehin geschwächt, weigert sich, dem härtesten Gegner auch noch finanziell die Steigbügel zu halten. Wie soll man in wirtschaftlich schweren Zeiten Belegschaften und Aktionären derlei Ausgaben erklären. Um Ferrari von der GPWC abzuspalten, erbot sich Bernie Ecclestone, die Summe aufzubringen. Die kleinen Teams stehen am Abgrund und laufen Sturm gegen Sonderzahlungen an den Giganten. Ecclestone machte einen Rückzieher.

Ferrari will den Achtzylinder

Ferrari-Chef Luca Montezemolo sitzt nun zwischen den Stühlen. Zusätzlicher Wind weht ihm beim Motorenreglement entgegen. Montezemolo will die Umstellung auf Achtzylindermotoren, weil er Marketing-Vorteile sieht. Kein Serien-Ferrari trägt ein zehnzylindriges Herz. Die Entwicklung soll 500 Millionen Dollar kosten - zu viel für einen so kleinen Konzern. Die GPWC-Mitglieder BMW und Mercedes wollen aber in der Formel 1 ebenso wie Honda am Zehnzylinder festhalten.

Auch Ford will neuerdings unbedingt den Zehnzylinder. Der Grund: Wenn die zum Verkauf stehende Tochter Cosworth erst neue Achtzylinder entwickeln müsste, wäre sie durch die hohen Kosten nahezu unverkäuflich. "Ich bin enttäuscht, dass wir zu kleiner einheitlichen Lösung finden", sagt Montezemolo. Das gleiche erwidern ihm die GPWC-Kollegen.

Warum Bernie Ecclestone wieder einmal auf der Anklagebank sitzt, und wie Hersteller, Banken und der Formel 1-Impressario weiter um die Formel 1 pokern, lesen Sie in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 21, ab 29. September im Handel.

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