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Robert Kubica beim GP Korea

Die Lenkradakrobaten der Formel 1

Robert Kubica Foto: Renault 25 Bilder

Beim GP Korea müssen die Formel 1-Piloten den F-Schacht ständig benutzen. Das ist aber gar nicht so einfach wie es klingt. Robert Kubica erklärt, wieso mehr als nur ein Handgriff dahinter steckt.

22.10.2010 Bianca Leppert

Männer können nicht mehrere Dinge gleichzeitig? Quatsch. Robert Kubica räumt mit dem Gerücht auf, dass Männer nicht multitaskingfähig sind.
 

F-Schacht in Korea unabdingbar

Beim GP Korea müssen die Piloten den F-Schacht während der Runde gleich mehrmals aktivieren. Die langen Geraden und schnellen Kurven sind geradezu geschaffen für den F-Schacht, der die Strömung am Heckflügel stört und damit gleichzeitig Abtrieb und Luftwiderstand reduziert. Doch das Aktivieren besteht aus mehr als einer Handbewegung, bei der ein Loch abgedeckt wird.

"Der F-Schacht hilft dir auf den langen Geraden", meint Kubica. "Es ist nicht gefährlich, den F-Schacht zu aktivieren. Aber es macht es schwieriger das Auto zu fahren, weil du dann nur mit einer Hand fährst. Es ist nicht gefährlich, aber du musst dich daran gewöhnen."

Konzentration ist gefragt

Neben dem Aktivieren des F-Schachts mit dem linken Handrücken, haben die Formel 1-Piloten aber noch eine Menge andere Sachen im Cockpit zu tun. Zum einen müssen sie natürlich die Strecke im Blick behalten, zum anderen die Anzeigen im Cockpit nicht aus den Augen verlieren. Und dann gibt es da ja auch noch jede Menge Knöpfe auf dem Lenkrad.

"Sicherlich sind manche Funktionen, die man vorher einfach erledigen konnte, nun schwieriger - das betrifft alles auf der linken Seite des Lenkrads wie zum Beispiel die Kommunikation. Wenn wir nun den F-Schacht aktivieren, ist man nicht in der Lage irgendeinen Knopf auf der linken Seite zu drücken. Deshalb muss man das jetzt in den Kurven machen. Auch die Bremsbalance ist links nun schwierig zu bedienen."

In Kurven nun mehr zu tun

Deshalb mussten sich die Fahrer mit der Einführung des F-Schachts auch bei ihrer Arbeit im Cockpit umstellen. In den Kurven haben sie nun mehr zu tun. All das was sie vorher auf der Geraden gemacht haben. "Auf der Geraden ist es am einfachsten das Lenkrad zu bedienen. Nun hast du den F-Schacht und musst es in den Kurven machen", erklärt der Renault-Pilot die Umstellung.

Im kommenden Jahr wird der F-Schacht verboten. Vorbei ist die Handarbeit im Cockpit aber noch lange nicht. Neben dem Hybrid-System KERS soll 2011 auch der verstellbare Heckflügel kommen. Zwei Komponenten mehr, mit denen die Fahrer jonglieren müssen. "Es wird schwierig. Aber ich bin auch noch nicht vom verstellbaren Heckflügel überzeugt."

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