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Die nächste Frau in der Formel 1

"Das Ziel ist die Formel 1"

Simona de Silvestro - Sauber - F1 - 2014 Foto: Sauber 92 Bilder

Simona de Silvestro hat ein Ziel. Sie will in die Formel 1. Dafür hat sie in diesem Jahr auf die Fortsetzung ihrer IndyCar-Karriere verzichtet. Die 25-jährige Schweizerin bereitet sich bei Sauber gerade auf den Absprung in die Königsklasse vor.

09.05.2014 Michael Schmidt

Simona de Silvestro galt als schnellste Frau der IndyCar-Szene. Auch wenn Danica Patrick 2008 in Motegi ein IndyCar-Rennen gewonnen hat. Das war im Oval. Auf Straßenkursen und permanenten Rennstrecken hatte die Amerikanerin gegen de Silvestro keine Chance. Die 25-jährige Schweizerin zeigte letztes Jahr in Houston, was in ihr steckt. De Silvestro wurde auf dem Stadtkurs in Texas Zweite hinter dem späteren IndyCar-Champion Scott Dixon.

Lieber Formel 1 als IndyCar

Nach dem Erfolg sah alles nach der Fortsetzung ihrer IndyCar-Serie aus. Doch statt ein fünftes Jahr in der US-Rennserie dranzuhängen, zog die schnelle Amazone in die Schweiz zurück. De Silvestro bastelt lieber an einer Formel 1-Karriere. Zusammen mit Sauber. Und ihr Sponsor Clean Air finanziert  das Vorhaben. "Ich will in die Formel 1. Und das ist eine einmalige Chance. Zurück in die IndyCar kann ich immer noch."

Am Ende des Jahres will de Silvestro wissen, ob sie reif für die Königsklasse ist. Dafür unterzieht sich die Thunerin einem strengen Aufbaugramm. Sie hat ihr Training intensiviert, vor allem im Nackenbereich. Dafür braucht sie dank der Servolenkung im Formel 1-Auto nicht so viel Kraft im Oberkörper wie bei den schwerfälligen IndyCars. De Silvestro übt auch regelmäßig bei Red Bull im Kunden-Simulator.

Test mit reduziertem Abtrieb

Letzte Woche spulte de Silvestro ihren ersten Test in einem Formel 1-Auto ab. 190 Runden in Fiorano. Das Reglement erlaubt Fahrten nur in einem alten Auto. Sauber stellte ihr einen C31 von 2012 zur Verfügung. Ohne Kers und mit betonharten Pirelli-Demonstrationsreifen. Und das Auto war auf das Abtriebs-Level der diesjährigen Autos getrimmt. Also nicht ideal für den verwinkelten Kurs von Fiorano. "Trotzdem waren die Rundenzeiten konkurrenzfähig. Sie hat keinen einzigen Fehler gemacht und den Ingenieuren ein gutes Feedback geliefert", hieß es bei Sauber.

Auch de Silvestro war mit dem Resultat zufrieden. Für sie öffnete sich eine völlig neue Welt: "Unglaublich, diese Bremsen. Daran muss mn sich erst einmal gewöhnen. Auch toll, wie direkt ein Formel 1-Auto auf die Lenkung reagiert. Die IndyCars sind da viel schwerfälliger. Man muss beim Fahren ständig Kompromisse eingehen. Im Formel 1 kann man viel präziser fahren."

Vom 25. bis zum 27. Juni gibt es eine zweite Gelegenheit in Valncia. Und am Ende des Jahres vielleicht eine Chance, beim Test in Abu Dhabi ein aktuelles Auto zu fahren. De Silvestro sagt: "Ich will nicht in die Formel 1, weil ich eine Frau bin. Ich muss beweisen, dass ich schnell sein kann."

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