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Die Pannenstatistik

Foto: Ferrari 28 Bilder

Während der Normalkunde bei der Frage nach den zuverlässigsten Autos seinen Blick meist gegen Japan richtet, ist in der Formel 1 ausgerechnet ein italienischer Hersteller das Maß aller Dinge. Ferrari liegt in der Zuverlässigkeitswertung einsam an der Spitze.

24.10.2004

Nur zwei Mal kam in der Saison 2004 ein Ferrari nicht ins Ziel. Michael Schumacher kollidierte in Monaco, Rubens Barrichello crashte in Japan. Defekte? Fehlanzeige. Die Roten spulten von insgesamt 10945 Rennkilometern 10749 Kilometer ab. Das entspricht einer Quote von 98,2 Prozent. Dabei war erstmals Rubens Barrichello der zuverlässigere Fahrer bei Ferrari. Er schaffte 25 Kilometer mehr als der Weltmeister.

Eine Ohrfeige für die Topteams: Auf Platz zwei der Ankommer-Statistik liegt Sauber. die eidgenössischen Renner schafften 9956 Kilometer, Williams auf Rang drei liegt mit 9762 Kilometern knapp zurück. Das Schlusslicht bildet wieder einmal Minardi. Die Autos von Paul Stoddart brachten nur 7569 Kilometer hinter sich. Allerdings fehlten Gianmaria Bruni und Zsolt Baumgartner auch diverse Kilometer durch Überrundungen.

Kreiselkönig Schumi

Bei den Ausfallgründen rangieren Unfälle (28) ganz oben auf der Liste. Motorschäden (20) sind der zweithäufigste Ausfallgrund. Auf Rang drei der Pannenhitliste liegen Getriebe (13). Ausfallkönig bei den Topteams ist Kimi Räikkönen, der in 18 Rennen gleich acht Mal am Straßenrand parkte. Bei den Herstellern schoss Honda den Vogel ab: Acht Mal stieg beim japanischen Motorenpartner von BAR weißer Rauch auf, weil der Motor seinen Geist aufgab.

Zählt man alle Wiesenausflüge und Rempler dieses Jahres zusammen, ergibt sich ein erstaunliches Bild: Kein Fahrer war so oft neben der Piste wie der Weltmeister. Michael Schumacher leistete sich nicht nur einen schweren Testunfall in Monza, er kreiselte oder rummste insgesamt 30 Mal . Rubens Barrichello leistete sich lediglich 20 Ausflüge, Platz zwei belegt Juan Pablo Montoya im Williams (25). Der spurtreueste Pilot des Jahres war ganz klar Jenson Button. Der BAR-Mann verließ die Strecke in 18 Rennen, 36 Qualifyings und 68 freien Trainings nur drei Mal.

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