Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Die Silberpfeile vor Monte Carlo

McLaren mit großen Hoffnungen

Foto: Daniel Reinhard 42 Bilder

McLaren-Mercedes fährt in diesem Jahr nur im Mittelfeld herum. Für Monte Carlo dürfen sich die Silberpfeile allerdings erstmals Hoffnungen machen. Und das hat nichts mit technischen Modifikationen zu tun.

18.05.2009 Michael Schmidt

Monte Carlo ist mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 158 km/h der langsamste Kurs im Formel 1-Kalender. Acht Kurven sind langsamer als 100 km/h. Es gibt überhaupt nur zwei Vierte-Gang Kurven: Massenet am Ende des Bergaufstücks und die erste der beiden Schwimmbadschikanen.

Die Aerodynamik spielt deshalb nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist guter mechanischer Grip und ein fahrbarer Motor. Darauf stützen sich die Hoffnungen von McLaren-Mercedes. Mercedes-Rennleiter Norbert Haug grübelt: "McLaren war immer gut in Monte Carlo, auch in ihren schlechteren Jahren. Irgendwie ist es unseren Autos einkonstruiert, dass sie in langsamen Passagen gut gehen. Und unser Motor hatte schon immer Dampf bei niedrigen Drehzahlen."

Charakteristik kommt McLaren entgegen

Der GP Bahrain hat es ansatzweise bereits gezeigt: Je kürzer die Kurven, je mehr Stop and Go, umso besser die McLaren. Lewis Hamilton kam in der Wüste auf Platz vier ins Ziel. Auch andere haben die Qualitäten des MP4-24 bereits festgestellt. "Das Auto ist gut auf der Bremse, und es hat eine sehr gute Traktion", stellte Sebastian Vettel bereits beim GP Malaysia fest, als er einige Runden lang mit Lewis Hamilton kämpfte. "Erst wenn, die Kurven schneller werden, fällt der McLaren zurück." Deshalb war Barcelona das schlechteste Pflaster für die silbernen Autos. In den ersten beiden Sektoren der Strecke mit ihren schnellen und lang gezogenen Kurven rangierten Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen im Hinterfeld.

Wenn es jedoch einen Gradmesser für Monte Carlo gibt, dann ist es der dritte Sektor von Barcelona. Der besteht aus fünf langsamen und zwei schnellen Kurven. Das Maß aller Dinge waren dort die Brawn GP. Deshalb ist mit den WM-Spitzenreiter auch im Stadtverkehr von Monaco zu rechnen. Drittschnellster war Ferrari-Pilot Felipe Massa. Das lässt die Scuderia hoffen, die schlechte Monaco-Bilanz der letzten Jahre auszulöschen. Der Ferrari hat zuletzt auch aerodynamisch stark zugelegt. Vierter in Barcelonas Sektor drei war bereits Lewis Hamilton.

Mechanische Defizite verbessert

Ein gutes Zeichen, glaubt auch Teamchef Martin Whitmarsh. Denn McLaren hat durch eine Fahrwerksänderung auch eine der mechanischen Defizite des Autos verbessert. "Das Auto rollt weniger um die Längsachse. Deshalb blockiert beim Bremsen das kurveninnere Rad nicht mehr so schnell." Möglicherweise kommt in Monte Carlo der neue Frontflügel, dafür aber nicht der doppelstöckige Unterboden zum Einsatz. Die vierte Frontflügel-Version wurde in Barcelona zurückgezogen, weil sie nicht mit dem neuen Doppeldiffusor harmonierte. "Dieser Flügel, Typ FW4",so Whitmarsh, "gibt aber mehr Anpressdruck auf der Vorderachse." Das könnte in Monte Carlo wichtig sein.

Norbert Haug schwört auch auf KERS im Kurvenlabyrinth von Monte Carlo. "Mit dem Laden gibt es keinerlei Probleme, denn auf einer Runde in Monaco wird genug gebremst." Haug sieht auch drei Stellen, wo sich die 82 PS aus dem Elektroantrieb lohnen könnten: "Die Zielgerade, den Berg hoch zum Casino und im Tunnel." Nach einer bislang enttäuschenden Saison mit nur 13 Punkten für die Silberpfeile hofft man jetzt in Woking und Stuttgart auf die Kehrtwende. "Ein Podestplatz", heißt es im Team, "sollte möglich sein."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden