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Die Überraschungen im Quali

Die jungen Wilden sind im Anmarsch

Daniil Kvyat  - Formel 1 - GP Australien - 15. März 2014 Foto: xpb 50 Bilder

McLaren-Neuling Kevin Magnussen wurde Vierter, Toro Rosso-Neuzugang Daniil Kvyat in seinem ersten Qualifying Achter und Daniel Ricciardo überraschte im Zeittraining mit Platz zwei. Die neue Formel-1-Generation ist vielversprechend.

15.03.2014 Bianca Leppert

So mancher rieb sich am Samstagmorgen vor dem Fernseher die Augen. Da tauchten Namen in den Top Ten auf, mit denen man sich bisher kaum beschäftigt hat, die man sich aber unbedingt merken sollte: Kevin Magnussen, Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo. Jeder von ihnen hatte seine eigene Herausforderung zu meistern, alle drei absolvierten diese extrem überzeugend.

Neue Rennfahrergeneration

Magnussen und Kvyat standen bei ihrem Formel-1-Debüt unter besonderer Beobachtung. Die beiden schlaksigen Blondschöpfe werden sonst im Fahrerlager leicht übersehen. Beide wirken recht unscheinbar, angepasst und professionell. Die typischen Stellvertreter für eine neue Rennfahrergeneration, die schon im Kartsport zu Profis herangezüchtet wird. Auf dem Stundenplan stehen Datenauswertung, der Umgang mit Journalisten und vor allem jede Menge Disziplin.

Nicht  wenige haben bei der Verpflichtung der beiden daran gezweifelt, ob Magnussen und Kvyat schon bereit für die Königsklasse sind. Bei dem Russen steht im Pass das Geburtsjahr 1994. Bevor man überhaupt zu rechnen beginnt, fragt man sich, ob der überhaupt schon Auto fahren darf. Mit 19 Jahren ist Kvyat der jüngste Fahrer im Feld. Magnussen bringt es immerhin auf 21 Lenze.

Reifeprüfung bestanden

Mit ihrer Leistung im Qualifying in Melbourne haben beide ihre Reifeprüfung abgelegt. Magnussen, Sohn des ehemaligen Formel-1-Pilot Jan Magnussen, stellte den MP4-29 mal eben auf den vierten Platz - vor Weltmeister Fernando Alonso. Und wohlgemerkt vor Stallgefährte Jenson Button, der den Einzug ins Q3 verpasste. Kvyat wird vom achten Platz ins Rennen gehen, zwei Positionen hinter Teamkollege Jean-Eric Vergne.

Keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, wie schwierig die Bedingungen im Albert Park waren. Mal hat es aus Kübeln geschüttet, mal stand die Frage im Raum, ob sich Intermediates lohnen. Eine Ausrutscher leistete sich Kvyat dann doch, am Ende von Q3 feuerte er den Toro Rosso in die Banden. Das änderte aber nichts an seinem Ergebnis.

Lob vom Chef

Magnussen erntete nach seinem Debüt die Lorbeeren von seinem Chef. "Das erste Qualifying ist für einen Neuling immer etwas Besonderes", sagt McLaren-Teamchef Eric Boullier. "Umso mehr wenn die Strecke nass ist. Aber Kevin kam super damit zurecht und war schnell und umsichtig zugleich."

Daniel Ricciardo darf man nicht mehr zu den Neulingen zählen, seine souveräne Vorstellung im Qualifying überraschte aber dann doch einige Kenner im Fahrerlager. Zumal auch er den erfahrenen Teamkollegen Sebastian Vettel alt aussehen ließ. "Das war unglaublich", sagte Teamchef Christian Horner. "Er war so relaxt über das ganze Wochenende hinweg. Aber er war auch angestachelt in allen drei Qualifying-Teilen. Respekt, dass er bei seinem Heimrennen und seinem Debütrennen für uns aus der ersten Reihe startet."

Kimi Räikkönen und Nico Hülkenberg sind der Überzeugung, dass es in dieser Saison aufgrund der Regeländerungen nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, neu dabei zu sein.  "Das kann auch ein Vorteil sein", sagt Hülk. Räikkönen sieht es ähnlich: "Die Jungs fahren schon lange Rennen. Und sie sitzen in einem guten Auto."

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