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Diffusor-Entscheidung

Berufungsgericht erklärt Doppel-Diffusor für legal

Williams Difusor Foto: dpa 10 Bilder

Wie erwartet hat das FIA-Berufungsgericht am Mittwoch (15.4.) den Einspruch gegen die Diffusoren von Brawn GP, Toyota und Williams abgelehnt. Die umstrittenen Doppel-Diffusoren sind demnach legal.

15.04.2009 Tobias Grüner

Mit ihrer Entscheidung haben die FIA-Berufungsrichter in Paris nun endgültig einen Schlussstrich unter die langwierige Diffusor-Affäre gezogen. Der Protest von Ferrari, Renault, Red Bull und BMW-Sauber wurde abgelehnt. Die angeklagten Teams Brawn GP, Toyota und Williams dürften damit die umstrittenen Doppel-Diffusoren weiter verwenden, die Punkte aus den ersten beiden Rennen bleiben wie nicht anders erwartet erhalten.

Bestätigung der Steward-Entscheidung

"Das FIA Berufungsgericht hat entschieden, den Berufungsantrag gegen die Entscheidung der Stewards vom 26. März 2009 beim Grand Prix von Australien und für den Rest der F1-Weltmeisterschaft abzulehnen", heißt es kurz und knapp im Urteil. Damit bestätigten die Richter im FIA-Hauptquartier an der Seine das Urteil der technischen Kommissare, die den Protest schon in der ersten Instanz direkt an den Strecken in Melbourne und Malaysia abgelehnt hatten.
 
"Basierend auf den gehörten Argumenten und Beweisen folgert das Gericht, dass die Stewards in ihrer Annahme richtig lagen, dass die fraglichen Autos mit dem gültigen Reglement übereinstimmen", so die erste Urteilsbegründung. Die Richter folgten damit nicht der Argumentation der Gegenseite, nach deren Ansicht die Diffusoren einen Unsicherheitsfaktor bedeuten und nicht dem Geist des Reglements entsprechen. Eine ausführlichere Darstellung des Sachverhalts soll noch folgen.

Sieben Verlierer

Mit diesem Urteil gibt es natürlich drei Gewinner - die Teams mit dem Doppel-Diffusor - und sieben Verlierer. Der Rest des Feldes hat allerdings in Erwartung des Urteils schon vor Wochen damit begonnen, den nun für regelkonform erklärten Unterboden nachzubauen.
 
Das Problematische daran ist, dass nicht alle Autos gleich gut für einen Umbau des Diffusors geeignet sind. Für alle Teams gilt dagegen, dass die Planung und Umsetzung eines derart entscheidenden Teil erneut Ressourcen und Investitionen verschlingt. Das Urteil konterkariert sozusagen die allgemeinen Sparpläne in der Königsklasse.

Wer baut die beste Kopie?

Die Frage für die nächsten Wochen lautet somit: Wer baut die beste Kopie? McLaren-Mercedes und Renault wollen schon am Sonntag in Sepang einen neuen Diffusor präsentieren, der allerdings noch nicht die endgültige Lösung darstellt. Zum Europa-Auftakt in vier Wochen wollen auch BMW-Sauber und Force India mit neuen Teilen kommen. Komplizierter wird es bei Ferrari und Red Bull. Hier dauert es nach eigener Aussage jeweils bis zum siebten WM-Lauf in der Türkei (7.6.), bis das komplizierte Heck umgerüstet ist.
 
Für die drei Gewinner vor Gericht geht es nun darum, den Vorsprung mit der Weiterentwicklung des Diffusors auszubauen und zumindest in den nächsten Rennen so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Brawn-Pilot Jenson Button wird nach seinen zwei Siegen in Melbourne und Sepang versuchen, schon in der ersten Saisonhälfte für eine Vorentscheidung im WM-Kampf zu sorgen.

Zum Diffusor-Urteil:

Reaktionen: Stimmen zum Diffusorurteil
Chronologie: Der Diffusor-Streit im Zeitverlauf
F1-Aerodynamik: Das Streitobjekt Diffusor

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