Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Diffusor-Verhandlung

Ferrari tappte im Dunkeln

Ferrari F60 Foto: Wolfgang Wilhelm 10 Bilder

In der FIA-Verhandlung ist Ferrari vehement gegen die Doppel-Diffusoren vorgegangen. Die Konkurrenz bezweifelt allerdings, dass die Italiener das Prinzip der beklagten Unterböden überhaupt verstanden hatten.

24.04.2009 Michael Schmidt

Die Beweisaufnahme dauerte sieben Stunden. Dann urteilten die FIA-Richter in Paris: "Der doppelstöckige Unterboden ist legal. "Das kann die WM entschieden haben", glauben die Teams, die jetzt nachrüsten müssen.

Bei der Verhandlung in Paris wollte Ferrari anhand von drei Schaubildern beweisen, warum die Löcher im Unterboden der Autos von Brawn GP, Williams und Toyota illegal sind. "Wenn Ferrari das so nachbaut, müssten wir gegen sie protestieren. Das hat mit unserer Lösung nichts zu tun", juxt Williams-Technikchef Sam Michael.

Toyota-Ingenieur Frank Dernie glaubt, dass Ferrari im Dunkeln tappt. Dieser Verdacht wurde dadurch gestützt, dass in Malaysia ein Ferrari-Mann erwischt wurde, als er im Parc Fermé heimlich Fotos vom Toyota-Diffusor machte.

Anscheinend haben die italienischen Ingenieure mittlerweile herausgefunden, wie man einen effizienten und legalen Unterboden baut. Dank einer intensiven Entwicklung konnte Ferrari die geplante Premiere vom Grand Prix Türkei auf das Rennen in Barcelona vorziehen.

Renault gewinnt Entwicklungswettlauf

Das Rennen der Nachahmer gewann Renault schon in China. Die erste Diffusor-Kopie kam am Freitagnachmittag (17.4.) mit Flavio Briatores Privatjet in Shanghai an. Das Einzelstück war für Fernando Alonso reserviert. Renault legte mit der Entwicklung bereits Ende Januar los.

"Wir haben aber ziemlich lange gebraucht, um herauszufinden, was Brawn GP, Toyota und Williams genau machen und wie man daraus einen Vorteil zieht. Die ersten Windkanalversuche verliefen enttäuschend", verrät Chefingenieur Pat Symonds. Alonso führt weiter aus: "Es reicht nicht, nur den Diffusor zu kopieren. Das ganze Auto muss vom Frontflügel weg darauf abgestimmt sein."

"Der Doppeldiffusor hat positive Effekte, die wir im Windkanal gar nicht sehen", sagt Symonds. "Die Gefahr, dass die Strömung abreißt, ist geringer. Damit haben die Fahrer mehr Vertrauen ins Auto."

---

Mehr zum Thema Motorsport lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport 10/2009, seit dem 23.4. im Handel:

- F1 Grand Prix China
- F1 Radio Fahrerlager News
- F1 Erfolgsgeschichte Brawn GP
- GP Historie: Underdogs
- Tracktest Audi R8 LMS

Umfrage
Hat sich KERS für die Formel 1 gelohnt?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden