Brawn GP, Williams, Red Bull, Toro Rosso und Force India haben sich intern bereits auf eine Grenze verständigt. Die fünf Teams gaben 60 Millionen Euro pro Jahr als realistisches Ziel an. Fahrergehälter sind dabei allerdings ausgeschlossen. Die Ausgaben für Motor und Antrieb sollen separat auf 6,5 Millionen Euro begrenzt sein.
Renault-Teamchef Flavio Briatore würde den Deckel nicht ganz so tief ansetzen. Sein Vorschlag: "Ich würde mit 80 Millionen anfangen und bis 2012 Schritt für Schritt bis auf 50 Millionen reduzieren." Sollte die FIA einen finanziellen Rahmen beschließen, der nicht im Sinne des französischen Autobauers ist, könnte schon nach der Saison Schluss sein.
BMW-Sauber fordert moderate Kostensenkung
BMW-Sauber wollte sich dagegen noch nicht auf eine feste Summe festlegen. Prinzipiell stimmte der Rennstall einem Budget-Limit allerdings zu. Ähnlich wie Renault fordert BMW-Sauber als großes Werksteam, dass die Reduzierung schleichend über mehrere Jahre erfolgt. Bei einem zu großen Schritt von einer auf die nächsten Saison stünden laut Teamchef Mario Theissen viele Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Die große Frage ist, wie weit Ferrari bereit ist, im Sinne der Einheit der FOTA von den eigenen Interessen abzurücken. Die Italiener lehnen eine Deckelung des Etats prinzipiell ab. Präsident Montezemolo wich dem Thema zuletzt in Bahrain aus, redete lieber von Wettbewerb und freier Technik. Eine seiner Aussagen kann allerdings auch als Warnung an die FIA verstanden werden: "Ferrari hat viel Leidenschaft für die Formel 1. Aber das muss keine unendliche Geschichte sein."


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