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Diskussion über Strafen

Permanenter FIA-Steward als Lösung?

GP Japan 2011 Foto: Pirelli 60 Bilder

Strafen sind in der Formel 1 derzeit ein großes Thema. Schon nach dem Rennen in Singapur wurde diskutiert, was richtig und falsch ist. Und auch in Japan sorgte so manche Entscheidung für Gesprächsstoff.

11.10.2011 Bianca Leppert

Im Idealfall gibt es im Sport keine Strafen, sondern alles läuft fair. Doch wo gehobelt wird, da fallen eben auch Späne. Das zeigte sich zuletzt bei den Formel 1-Rennen in Singapur und Japan. Lewis Hamilton und Felipe Massa lieferten sich eine Dauerfehde in drei Akten. In Singapur hatte es noch eine Strafe für Hamilton für die Kollision mit dem Ferrari gegeben, in Suzuka blieb der Feindkontakt ohne Konsequenzen.

Weiter Diskussionen über Schumi-Urteil

Bei Sauber wurde ebenfalls über die Arbeit der Stewards diskutiert. Für Kamui Kobayashi setzte es wegen Missachtung der blauen Flaggen eine Durchfahrtsstrafe. Dabei spielte das fehlerhafte GPS-System der FIA keine unerhebliche Rolle. Michael Schumacher wurde dagegen verschont, nachdem er mit Sergio Perez kollidiert war und in die Reifenstapel gekracht war.

Bei Sauber war man der Meinung, eine Rückversetzung von fünf Plätzen für das Rennen in Japan wäre eine angemessene Strafe gewesen. Dass Schumi in der Folge der Kollision selbst ausgefallen ist, hätte für das Urteil eigentlich keine Rolle spielen dürfen. "Wenn man irgendwo einbricht, aber nichts klaut, wird man ja auch trotzdem für dieses Delikt bestraft", lautete der nicht ganz unbegründete Einwand der Kritiker.

Hamilton vs. Massa - Vettel vs. Button

In Japan häuften sich weitere Fehltritte. Hamilton geriet mit Mark Webber und Michael Schumacher im Qualifying aneinander und legte sich im Rennen erneut mit Massa an. Die Rennkommissare untersuchten den Fall, sprachen aber keine Strafe aus.

Heftig diskutiert wurde auch über den Fall Sebastian Vettel gegen Jenson Button am Start. Der zweimalige Weltmeister drängte den McLaren-Pilot weit an den Außenrand der Strecke. Button forderte daraufhin im Eifer des Gefechts eine Strafe für Vettel, die Rennkommissare entschieden sich jedoch dagegen.

"Er hat gesagt, dass er mich nicht gesehen hat. Ich denke nicht, dass er ein Lügner ist", erklärte Button zunächst. Nach einem Blick auf die Fernsehbilder, auf denen klar zu erkennen ist, dass Vettel die ganze Zeit den rechten Außenspiegel im Blick hat, grinste Button: "Der Red Bull muss schon einen ziemlich großen toten Winkel haben, um das silberne Auto nicht zu sehen." Vettel konterte: "Man kann ja auch mit zwei Rädern auf dem Gras fahren. Jenson kann ja mal bei Alonso nachfragen." Eine Anspielung auf sein spektakuläres Überholmanöver von Monza.

Schwieriger Job für die FIA-Kommissare

Egal wie die Herren von der FIA entscheiden, immer gibt es Kritik. Einer der Stewards ist immer ein ehemaliger Rennfahrer. In Singapur unterstützte Heinz-Harald Frentzen die Schiedsrichter, in Japan war es Alan Jones, der 1980 Formel 1-Weltmeister wurde. Über das ganze Jahr wechseln die Rennkommissare immer wieder. Manche machen jedoch auch mal vier oder fünf Rennen in der Saison.

Gemeinsam mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting untersuchen sie knifflige Fälle. Die Entscheidung treffen am Ende aber allein die Rennkommissare. Sie müssen nicht immer eine Strafe aussprechen, sondern können wie im Fall Schumacher auch eine Verwarnung herausgeben. Hat ein Pilot drei Verwarnungen in einer Saison bekommen muss er in der Startaufstellung zehn Plätze weiter hinten starten.

So mancher spricht sich für einen permanenten Rennkommissar aus, der das ganze Jahr über die Formel 1-Piloten wacht. Force India-Teamchef Otmar Szafnauer hält einen Rennkommissar für alle Rennen für keine schlechte Idee. "Das gibt Kontinuität", meint er. "Wenn drei Mal etwas passiert ist, weiß er genau, das jetzt das und das passieren muss. Wir hatten das vor zwei Jahren schon einmal. Wichtig ist, dass er neutral und nicht befangen ist."

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