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Diskussionen um Pirelli

Red Bull meckert weiter über die Reifen

Red Bull Pirelli Reifen GP Bahrain 2013 Foto: Pirelli 26 Bilder

Zwei Siege, zwei Pole-Positions, insgesamt vier Podiumsplätze und WM-Führender in der Fahrer- und Herstellerwertung. Eigentlich hätte Red Bull kein Grund, weiterhin Politik gegen die Pirelli-Reifen zu machen. Sie tun es aber trotzdem.

23.04.2013 Bianca Leppert

Es ist kurios. Red Bull räumt in dieser Saison wieder einmal ab und hat nach vier Rennen absolut keinen Anlass unzufrieden zu sein. Was will man mehr als die Führung in der Fahrer- und Herstellerwertung? Die Dominanz von Sebastian Vettel war beim Grand Prix von Bahrain mehr als beeindruckend. Ausgerechnet der Red Bull-Pilot kam als einer der Wenigen ohne Probleme mit den Reifen zurecht.

Laut Teamchef Christian Horner hatte der Rennsieger sogar noch Reserven. Dennoch ist aus dem Red Bull-Lager weiterhin Kritik zu hören. "Die Reifen sind immer noch an der Grenze", sagte Horner nach dem Rennen. "Vier Stopps sind ein bisschen zu extrem. Andere Teams haben größere Probleme als Red Bull mit den Reifen. Vielleicht sollte man die mal fragen."

Reifen-Problem nicht für alle gleich

Zu den Problemkindern gehört zum Beispiel Mercedes. Nico Rosberg landete von der Pole-Position gestartet mit Platz neun und vier Stopps im Nirgendwo. Hamilton machte mit Platz fünf allerdings vor, dass es auch anders gehen kann. Innerhalb des Teams ist bekannt, dass Rosberg nicht als Reifenflüsterer gilt.

Der zweite Vierstopper war Jenson Button, der als Reifenversteher gilt. Doch auch der Spezialist für die sanfte Gangart ruinierte sich die Pneus mit einem zu aggressiven Setup und einigen Zweikämpfen auf der Strecke. Paul di Resta und Kimi Räikkönen machten auf der anderen Seiten vor, dass es auch mit zwei Stopps funktionieren kann.

Doch Red Bull bleibt stur. "Wir wollen nach wie vor konstantere Reifen", sagte Red Bull-Berater Helmut Marko nach der überragenden Vorstellung von Vettel. Warum? "Weil sie einfach unberechenbar sind." Er hat nicht ganz unrecht damit, dass die Pirelli-Pneus ein extrem enges Arbeitsfenster haben. Aber es ist für alle gleich.

Temperaturen machen den Unterschied

Di Resta sagt: "Wenn es heiß ist, wissen wir dass das Auto gut ist. Wir waren in China im Rennen stark, als es wärmer war. Aber nicht so gut im Qualifying, als es kälter war. Wenn du im richtigen Arbeitsfenster liegst, macht das einen großen Unterschied. Wir waren gestern ein Sekunde von der Pole-Position weg, und der Polesetter hat das Rennen auf Platz neun beendet. Aber ich finde, das ist guter Rennsport. Du kannst nicht alles vorhersagen."

Sebastian Vettel sieht das etwas anders: "Es ist nicht so wie früher, du kannst nicht in jeder Runde so viel pushen wie du willst, du musst mit den Reifen arbeiten und eine bestimmte Pace fahren. Es macht den Fahrern, mit denen ich gesprochen habe, weniger Spaß als früher."

Räikkönen widerspricht seinem Kumpel Vettel in diesem Punkt. "Pirelli kann es nicht allen recht machen", meint der Iceman. "Es wird sich immer jemand beschweren. Selbst wenn wir früher genauso viel Sprit in die Autos gefüllt hätten, hätten wir nicht die ganze Zeit Vollgas fahren können. Ich glaube es ist heute nicht so viel anders. Wir haben früher nur mehr Stopps gemacht und sind mit weniger Sprit gefahren. Ich bin mir sicher, die Reifen hätten damals auch nicht lange gehalten."

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