Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows

Drei-Auto-Plan nimmt Formen an

Red Bull ist bereit für drittes Auto

Red Bull - Formel 1 - GP USA - 31. Oktober 2014 Foto: ams 12 Bilder

Der Schwund an Teams zwingt die Formel 1 zu alternativen Lösungen. Bernie Ecclestone hat mit Ferrari, Red Bull und McLaren über den Einsatz eines dritten Autos gesprochen. Die Bedingungen sind bereits festgelegt. Red Bull-Berater Helmut Marko gibt grünes Licht: "Wir sind bereit."

31.10.2014 Michael Schmidt

Die Formel 1 wird im nächsten Jahr entweder mit 20 oder 21 Autos antreten. 20, wenn Marussia doch überlebt. 21, wenn die Zahl der Autos auf 18 schrumpft. In diesem Fall regelt der Finanzvertrag zwischen den Teams und Bernie Ecclestone das Prozedere. Dann müssen Ferrari, Red Bull und McLaren ein drittes Auto an den Start bringen. Weigert sich einer der drei, rückt ein anderes Team nach. Erste Kandidaten wären Mercedes und Williams.

Ferrari und Red Bull sind bereit. "Wir können im nächsten Jahr mit drei Autos antreten", bestätigt Red Bull-Berater Helmut Marko. Mit leichter Selbstironie fügt er hinzu: "Ich hoffe, es bleibt bei drei. So langsam gehen selbst uns dann die Nachwuchsfahrer aus." Der dritte Mann hätte bei Red Bull auf der Strecke die gleichen Rechte wie die beiden Stammpiloten. "Er müsste beim Boxenstopp warten, wenn einer der beiden anderen zuerst in der Box ankommt. Wir werden unsere Boxenmannschaft nicht vergrößern. Wenn der dritte Fahrer aber schneller als die zwei anderen ist, trifft es die. Bei uns gilt das Wettbewerbsprinzip", droht Marko.

Auch eine Rookie-Wertung ist geplant

Für das dritte Auto gelten gemäß dem Finanzvertrag strenge Regeln. Der Fahrer muss ein Rookie oder ein Gastfahrer sein, der keine GP-Erfahrung hat. "Stellt euch vor, wir könnten hier in den USA einen Nascar-Piloten wie Jimmy Johnson oder Tony Stewart ins Auto setzen. Das hätte einen riesigen Werbe-Effekt", wirbt Marko für die Idee.

Das dritte Auto muss in der gleichen Garage betreut werden wie die anderen beiden. "Damit die Logistik einfach bleibt." Und es darf anders lackiert sein als die Stammbesetzung. Die Regelung muss dann über mehrere Jahre gelten. Selbst dann, wenn HaasF1 im nächsten Jahr das Feld wieder auf 10 Teams auffüllt. Die Bewerber, die 2015 drei Autos einsetzen, wollen Planungssicherheit.

Mehrkosten muss Ecclestone tragen

Der dritte Fahrer darf für sich Punkte sammeln, nicht aber für das Team. Unter Umständen soll es sogar eine Rookie-Wertung geben. Die Mehrkosten muss laut Abmachung Bernie Ecclestone tragen. Der wird davon aber vielleicht nicht mehr so begeistert sein, wenn er hört, was es kostet. "Wir lassen es gerade kalkulieren", erzählt Marko. Mercedes hatte 25 Millionen Euro ausgerechnet. Marko fürchtet, dass dieser Betrag vielleicht nicht reicht: "Es könnten auch 30 Millionen werden. Die Frage dabei ist, wie man die Overhead-Kosten auf das dritte Auto umlegt."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden