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Dreikampf um Williams-Cockpit

Sutil vs. Räikkönen vs. Barrichello

Adrian Sutil Foto: Force India 33 Bilder

Adrian Sutil läuft Gefahr, 2012 ohne Formel 1-Cockpit dazustehen. Von Force India aufs Abstellgleis verbannt, muss sich der 28-Jährige nach Alternativen umsehen. Die einzige Option heißt nun Williams.

25.10.2011 Tobias Grüner

Adrian Sutil ist seit fünf Jahren in der Formel 1 - immer beim gleichen Rennstall. Er hat bei Force India neue Besitzer kommen und gehen sehen. Und er ist mitverantwortlich für den Aufstieg vom Hinterbänkler zur festen Mittelfeldgröße. Doch nun scheint die Ehe mit seinem langjährigen Arbeitgeber vorbei.

Mit Nico Hülkenberg und Paul di Resta setzt das Team zukünftig auf die Jugend. Von den Verantwortlichen gibt es zwar nach wie vor nichts Offizielles zum Thema Fahrer für 2012, doch die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern. Adrian Sutil muss sich wohl einen neuen Arbeitgeber suchen. Der neue Teilhaber des Teams Sahara hat frisches Geld mitgebracht. Man ist nun nicht mehr auf die Sponsoren Sutils angewiesen.

Sutil will nicht bis Dezember warten

Mitbesitzer Vijay Mallya hat den Wahlschweizer aber anscheinend noch nicht über sein Schicksal in Kenntnis gesetzt. "Vijay hat mir bestätigt, dass es noch keine Entscheidung gegeben hat und die Meldungen nicht stimmen. Es gibt keinen Grund ihm nicht zu glauben, er war bisher immer offen und ehrlich zu mir", erklärte Sutil kurz vor dem Heim-Grand Prix des Teams in Indien gegenüber auto motor und sport.de.

Wie der aktuelle WM-Elfte erklärte, will er aber nicht bis Dezember auf die Entscheidung der Teamleitung warten. Mallya hatte angekündigt, dass er seinen Kader für 2012 erst nach der Saison bekanntgeben will. Viele Optionen besitzt Sutil bei einem Teamwechsel allerdings nicht.

Die vier Top-Teams Red Bull, McLaren, Ferrari und Mercedes GP sind besetzt. Sauber hat ebenfalls schon zwei Fahrer für 2012 unter Vertrag. Und Renault ist nach dem Streit mit Teambesitzer Eric Lux und dem immer noch schwebenden Gerichtsverfahren auch keine Alternative. Wie Sutils Manager Manfred Zimmermann erklärte, kommen die drei hinteren Teams auch nicht in Frage.

Somit bleibt nur noch Williams als letzte Möglichkeit. Um die Chancen bei Force India nicht zu gefährden, hatte Sutil bisher jeden Kontakt mit dem Traditionsrennstall dementiert. Nun muss er alle Karten auf den Wechsel setzen, sonst ist die Gefahr groß, 2012 ohne Cockpit dazustehen.

Williams hat Barrichello und Räikkönen als Alternativen

Allerdings hat auch Williams Alternativen. Rubens Barrichello, der aktuell noch als Stammfahrer unter Vertrag ist, will um sein Cockpit kämpfen. Der Grand Prix-Oldie ist bereit, Abstriche beim Gehalt zu machen. Außerdem soll er in Brasilien Geldgeber gefunden haben, die eine vergleichbare Summe wie die Sutil-Sponsoren bringen.

Mit Kimi Räikkönen spekuliert noch ein dritter Fahrer auf den Platz bei Williams. Der Weltmeister von 2007 plant in der kommenden Saison sein großes Comeback. Wie man zuletzt beim WRC-Lauf in Spanien sah, hat der Finne keine Lust mehr auf Rallye. Angeblich soll auch er Geldgeber im Rücken haben und bereits hart für die zweite Formel 1-Karriere trainieren.

Eine schnelle Entscheidung, wie sie sich Sutil erhofft hatte, ist somit nicht wahrscheinlich. Williams wird versuchen zu pokern und die drei Fahrer so lange wie möglich gegeneinander auszuspielen.

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