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Dritte Quali-Niederlage

Ricciardo setzt Vettel unter Druck

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP China - Shanghai - 19. April 2014 Foto: xpb 93 Bilder

Nicht nur das Mercedes-Duell birgt dieses Jahr Zündstoff. Auch bei Red Bull könnte es noch heiß zugehen. Sebastian Vettel hat im vierten Qualifying des Jahres schon die dritte Niederlage kassiert. Daniel Ricciardo sorgt für deutlich mehr Gegenwehr als Mark Webber.

19.04.2014 Tobias Grüner

Im Red Bull-Lager herrscht momentan noch Harmonie. Siege sind gegen Mercedes aktuell noch kein Thema. Da kann es Sebastian Vettel auch noch relativ locker verkraften, dass ihm Neuzugang Daniel Ricciardo ordentlich einheizt. In Shanghai kassierte der Weltmeister bereits die dritte Quali-Niederlage im vierten Rennen. Schon in Bahrain kam der Platzhirsch hinter seinem Teamkollegen ins Ziel - obwohl der am Start um 10 Startplätze zurückgestuft worden war.

Teamchef Christian Horner lobt seinen neuen Schützling. "Wir haben viel von ihm erwartet. Aber er hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen." Im Red Bull-Lager lobt man Ricciardo als den "Killer mit dem Lächeln im Gesicht." Außerhalb des Cockpits immer freundlich, im Auto dagegen kompromisslos. Das bekommt jetzt auch Vettel langsam zu spüren.

Sebastian Vettel muss sich steigern

Dass Ricciardo mehr Gegenwehr als Vorgänger Mark Webber liefert, will Vettel aber nicht unkommentiert stehen lassen. "Das ist ja mal ein nettes Kompliment an Mark - und das in seiner Abwesenheit", antwortete Vettel mit einer Portion Ironie auf die entsprechende Frage. "Von außen mag das Duell letztes Jahr vielleicht deutlich ausgesehen haben. Aber aus meiner Sicht ging es immer eng zu."

In Shanghai ging es nicht dagegen nicht besonders eng zu. Eine halbe Sekunde Rückstand brummte Ricciardo dem Teamkollegen auf. "Daniel macht einen guten Job. Er hatte nicht nur ein gutes Wochenende, sondern mehrere", lobt Vettel den schnellen Mann aus Perth. "Er holt das Maximale aus dem Auto heraus, während ich damit momentan ein paar Probleme habe."
 
Mit den Niederlagen geht Vettel noch äußerst souverän um: "Wir fahren beide das gleiche Auto. Wenn er mich schlägt, dann passiert das also offen und ehrlich auf der Strecke. Das gefällt mir natürlich nicht besonders, aber ich weiß, dass ich mich steigern muss."

Ricciardo mit besserer Linie

Im Shanghai-Qualifying hatte es lange nicht danach ausgesehen, dass Ricciardo die Oberhand behalten würde. "Ich hatte zu Beginn ein paar Probleme", gab der Australier zu. "Erst mit dem letzten Satz Intermediates wurde das Gefühl besser." Der Schlüssel lag offenbar in der richtigen Linie: "Im Qualifying hatten wir etwas mehr Wasser auf der Bahn als im dritten Training. Es hat etwas gedauert, bis ich herausgefunden habe, welche Linie ich auf den verschiedenen Asphalt-Oberflächen wählen muss."

Bei Vettel lief es dagegen andersherum. Er hatte sich zu Beginn des Qualifyings besser gefühlt. "Zu Beginn des Q3 hat es dann etwas mehr geregnet. Da habe ich die Reifen irgendwie nicht auf Temperatur bekommen. Das hat zu blockierenden Rädern auf der Hinterachse geführt. Dadurch habe ich meine Linie nicht mehr getroffen. Da bezahlt man doppelt - nicht nur am Kurveneingang sondern auch beim Rausbeschleunigen."

Red Bull-Bollwerk gegen Mercedes

Im Rennen soll es in Shanghai wieder trocken werden. Gerne würden die Red Bull-Piloten auch auf ihren Podiumsplätzen ins Ziel kommen. Von hinten droht aber Gefahr von Mercedes-Pilot Nico Rosberg. An den Sieg wollen die Red Bull-Boys nicht so ganz glauben. "Wenn wir beide einen guten Start haben und dann das ganze Rennen nebeneinander fahren, könnte es klappen", grinste Ricciardo.
 
Einen ähnlich sinnvollen Beitrag hatte auch Vettel zu bieten. "Vielleicht sollte man in jede Gerade 2 Schikanen einbauen." Teamchef Horner rechnete vor, dass man alleine auf dem 1,1 Kilometer langen Vollgasstück zwischen den Kurven 13 und 14 0,7 Sekunden auf die Silberpfeile einbüßt. Die Fans können sich also auf jeden Fall wieder auf ein spannendes Rennen freuen.

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