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DRS-Experiment in Monza

Fahrer hoffen auf mehr Überhol-Action

Formula 1 Grand Prix, Italy, Sunday Race Foto: xpb 69 Bilder

In Monza ist es normalerweise schwer, einen Konkurrenten zu überholen. Mit zwei DRS-Zonen hofft die FIA, mehr Action zu bieten. Die Fahrer sind optimistisch, dass das Experiment funktioniert.

08.09.2011 Tobias Grüner

Eigentlich sieht Monza auf den ersten Blick aus wie die perfekte Überholstrecke. Lange Geraden laden zu Windschattenduellen jenseits der 300 km/h-Marke ein. Doch in der Vergangenheit konnte die Piste in puncto Überholmanöver nicht immer halten, was sich die Fans versprochen haben. Beim GP Italien 2010 zählten Experten gerade mal zwölf Platzwechsel auf der Strecke, 2009 waren es gar nur neun.

Adrian Sutil erklärt, woran das liegt: "Vor jeder Geraden ist eine schnellere Kurve, wie zum Beispiel die Parabolica oder die Lesmo-Kurven. Da kann man nicht so nah einem anderen hinterherfahren. Auch nach der Ascari ist es schwer, direkt dran zu bleiben." 2009 hat es der Force India-Pilot am eigenen Leib erfahren. "Da hab ich Kimi (Räikkönen) das ganze Rennen im Getriebe gesteckt, es gab aber keinen Weg vorbei."

Zwei DRS-Zonen in Monza

Nun greift die FIA künstlich ein. Im Rennen am Sonntag dürfen die Piloten gleich zweimal pro Runde den Heckflügel flacher stellen, um auf der Gerade leichter am Gegner vorbeizukommen. "Das ist zumindest mal einen Versuch wert", lobt Sutil den Schritt. Dass es zu einfach wird glaubt der Bayer nach den Erfahrungen aus den Vorjahren aber nicht.

McLaren-Konkurrent Jenson Button kann noch nicht genau einschätzen, wie sich die beiden DRS-Zonen auf das Spektakel auswirken werden. "Vielleicht wird es zu leicht, vielleicht auch nicht. Das kann ich jetzt noch nicht sagen. Das kommt auch immer darauf an, in welcher Position man sich befindet. Zum Beispiel, ob man in einer Gruppe fährt."

Spannende Manöver vor Ascari?

Der Brite erwartet, dass sich die Piloten nun etwas umstellen müssen."Die DRS-Zonen wurden an aufregende Stellen gelegt. Nach den Lesmo-Kurven ist es wahnsinnig. Da kann man normalerweise gar nicht überholen. Ich weiß gar nicht, wie wellig es dort neben der Ideallinie ist. Das kann spannend werden, wenn es nebeneinander in die Ascari geht."

Sebastian Vettel warnt ebenfalls vor Manövern direkt vor der tückischen Schikane. "In Ascari wird es ziemlich eng." Weniger Gedränge erhofft sich Jenson Button am Start. "Hoffentlich reißen sich die Jungs in der ersten Kurve etwas zusammen. Das ist hier immer etwas verrückt. Aber vielleicht hilft es, wenn man weiß, dass man auch noch später im Rennen überholen kann."

Auch Lewis Hamilton hat sich die DRS-Zonen von Monza schon genau angeschaut. Der Weltmeister von 2008 hat sich bereits einen Plan zurechtgelegt: "Die erste Zone könnte man dazu nutzen, ganz nah ranzukommen, um dann in der zweiten Zone ein Manöver zu starten."

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