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Dubai plant ein Formel-1-Team

Foto: dpa

Das Golf-Emirat Dubai plant den Aufbau eines eigenen Formel-1-Teams und will bereits in der Saison 2006 an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Ein Sprecher von "Team Dubai F1" erklärte am Samstag (16.10.) in Dubai, seine Organisation werde an den Automobil-Weltverband FIA eine Kaution von 48 Millionen US-Dollar (38,5 Millionen Euro) als Sicherheit überweisen.

18.10.2004

Der Sprecher des Dubai-Teams sagte weiter, dass es bereits Verhandlungen mit Mercedes-Benz über die Lieferung von Motoren und mit McLaren über den Chassis-Bau gegeben habe. Dabei seien nur noch geringfügige Fragen zu klären. "Das zeigt, dass Team Dubai ein glaubwürdiges Team ist", sagte der Sprecher, "der Lernprozess wird für uns happig sein, aber wir wollen versuchen, schnell Rennen zu gewinnen."

Die FIA gab zunächst keine Stellungnahme ab. Für die Formel 1 könnte ein weiteres neues Team aber eine willkommene Auffrischung sein, da mit Jaguar bereits ein Team aus der WM ausgestiegen ist und andere aus finanziellen Gründen möglicherweise folgen werden. Vor einer Woche hatte bereits das Team "Midland F1" die Absicht bekundet, in die Formel 1 einsteigen zu wollen.

Keine Übernahme eines bestehenden Teams

Der Formel-1-Einstieg ist Teil der Regierungspläne, mehr Technologie in die Vereinten Arabischen Emirate zu holen. Zum Regierungsbeauftragten für das Formel-1-Projekt wurde Scheich Ahmed bin Saeed Al Maktoum ernannt, der Präsident der Emirate Airlines. Das Team soll sein Hauptquartier mit technischem Zentrum und Windkanal in Dubai haben, die Produktion der Rennwagen aber in England erfolgen. Mit der Ankündigung vom Samstag hat Dubai den Plan aufgegeben, ein bestehendes Formel-1-Team zu übernehmen.

Nachdem im benachbarten Bahrain in dieser Saison das erste Formel-1-Rennen in der Region stattgefunden hat, hatte das Autodrom von Dubai mit seinem 5,35 km langen Formel-1-Kurs Anfang Oktober mit dem Finale der Tourenwagen-Europameisterschaft seine internationale Premiere. Ab September 2005 soll unter dem Namen "A1-Grand Prix" eine aus zwölf Rennen bestehende Serie mit nationalen Teams um ein Preisgeld von einer Million US-Dollar gestartet werden. Franchise-Nehmer sind bereits Mannschaften aus England, Südafrika, China, Portugal, Pakistan und Libanon.

Auch Jordan mit arabischem Rückenwind

Auf arabische Schützenhilfe hofft auch noch Eddie Jordan. Der Ire steht angeblich kurz vor dem Verkauf seines Rennstalls an ein Konsortium aus Dubais Nachbar-Emirat Abu Dhabi. Auch beim Jordan-Verkauf fiel der Name Al Maktoum, allerdings soll dieser Interessent nicht mit der Herrscher-Familie verwandt sein.

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