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Duell der Silberpfeile

Hamilton wieder von Technik gebremst

Hamilton & Rosberg - GP Belgien 2014 Foto: xpb 51 Bilder

Die Pole Position beim GP Belgien wurde wie erwartet im Silber-Duell entschieden. Lewis Hamilton erklärte seine erneute Niederlage mit einer verglasten Bremse. Nico Rosberg hatte keine Probleme, was auch an der Bremsbehandlung durch den Fahrer gelegen haben könnte.

23.08.2014 Tobias Grüner

Lewis Hamiltons Qualifying-Misere ging auch in Belgien weiter. Zwar muss der Brite in Spa nicht so weit hinten starten wie zuletzt in Budapest oder Hockenheim, aber auch ein zweiter Platz ist eine Niederlage im Teamduell. Nach dem Qualifying hatte der WM-Zweite sofort eine Erklärung für den Rückstand parat. "Meine Bremsen haben verglast", so die Entschuldigung.

Startplatz 2 ist keine Niederlage

Teamkollege Nico Rosberg wunderte sich: "Ich hatte keine Probleme. Ich habe aufgepasst, dass die Bremsen immer schön heiß waren. Wir wussten, dass die Vorderbremsen bei diesen Bedingungen anfällig sind." Liegt es also in der Verantwortung des Piloten, die Temperaturen der Karbonstopper richtig zu verwalten?

Hamilton sah den Fehler nicht bei sich: "Wenn man aus den Boxen rausfährt, dann haben wir etwas am Auto, das dabei hilft, die Bremsen auf Temperatur zu bringen. Ich habe alles vorschriftsmäßig gemacht, aber als ich die erste Kurve anbremsen wollte, hat das Auto nach rechts gezogen. Dann wurde mir gesagt, dass die Temperatur in der Bremse sehr niedrig ist. Ich musste die Bremsbalance ganz nach vorne verschieben. Ich bin das Problem aber nie ganz losgeworden. Ich habe keine Ahnung, wodurch es verursacht wurde."

Am Ende betrug der Abstand zwischen den beiden Mercedes zweieinhalb Zehntel. Hamilton konnte der Situation dennoch Positives abgewinnen. "Ich bin nicht frustriert. Und es fühlt sich auch nicht wie eine Niederlage an. Es ist immer noch gut, aus der ersten Reihe zu starten und nicht von der Boxengasse wie zuletzt."

Hamilton fährt auf Sieg

Am Sonntag will Hamilton seinen Rückstand in der Fahrerwertung verringern. Auf der Strecke in Spa lässt sich so gut überholen wie sonst nirgends im Kalender. Vor allem am Start sieht der Brite eine Chance: "Rang 2 ist kein schlechter Startplatz. Ich will nicht in Kurve 1 überholen, sondern nach der Eau Rouge im Windschatten liegen. Das Rennen ist aber lang. Da gibt es viele Möglichkeiten – auch mit der Strategie."

Im Vorjahr hatte es Sebastian Vettel vorgemacht, als er schon auf der ersten langen Geraden an Hamilton vorbeifuhr. Auch Rosberg weiß um die Gefahr. "Ich brauche einen guten Start. Danach wird es wichtig sein, die ersten Kurven gut zu erwischen. Die Pole Position ist nur ein kleiner Vorteil. Man hat es ja in Ungarn gesehen, als ich am Anfang auch von der Spitze weggefahren bin. Während eines Rennens kann viel passieren."

Die Konkurrenz scheint nur um die verbleibenden Plätze zu kämpfen. Rosberg warnt aber davor, vor allem Red Bull vorzeitig abzuschreiben. "Sie haben in Sachen Top-Speed zugelegt. Das ist neu. Ich glaube aber immer noch daran, dass wir das beste Auto haben."

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