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Ecclestone

Ferrari genießt finanzielle Sonderbehandlung

Foto: dpa

Bernie Ecclestone hat brisante Informationen über eine Abmachung mit Ferrari öffentlich gemacht, wonach der italienische Rennstall eine hoch dotierte Sonderstellung in der Formel 1 genießen soll.

22.12.2008

"Ferrari bekommt so viel mehr Geld als alle anderen", sagte Ecclestone und konkretisierte in der britischen Zeitung "Times": "Wir haben Ferraris Loyalität 'erkauft'." Nach einem verbalen Angriff von Ferrari-Chef Luca di Montezemolo schlug der Brite nun zurück und bezog sich mit seinen Äußerungen auf einen Deal aus dem Jahre 2003, als die Hersteller der Königsklasse mit einer Absplittung und der Gründung einer eigenen Rennserie drohten. "Ferrari war das einzige Team, das die Riege der Hersteller verlassen hat", erinnerte Ecclestone. An diesem Punkt kämen 80 Millionen Dollar (rund 57,5 Millionen Euro) ins Spiel.

Ecclestones Veröffentlichung der Zahlungen, über die in den vergangenen Jahren viel spekuliert worden waren, könnte das zuletzt deutlich harmonischere Verhältnis zwischen den Roten und ihren Rivalen wieder verschlechtern. Rechte-Mitinhaber Ecclestone verdeutlichte: "Wenn sie (Ferrari) die Konstrukteursmeisterschaft für sich entscheiden, wie in diesem Jahr geschehen, dann haben sie 80 Millionen Dollar mehr bekommen, als wenn McLaren den Titel geholt hätte." Bei vier Team-Erfolgen inklusive 2003 hätte Ferrari demnach einen ordentlichen zusätzlichen Zusatzgewinn gemacht.


Ferrari-Forderung nach neuem Verteilungsschlüssel

Doch warum lüftet Ecclestone die pikanten Details ausgerechnet jetzt? Auslöser waren Aussagen von Montezemolo. Der italienische Unternehmer forderte eine neuerliche Diskussionen über die Einnahmen in der Formel 1. Dazu sagte nun ein verärgerter ("Times") Ecclestone: "Sie wissen genau, was sie bekommen, sie sind nicht dumm." Der 78-Jährige schlug Montezemolo vor, das zusätzliche Geld mit den anderen Teams zu teilen.

In Maranello wollte man zu Ecclestones Ausführungen nicht weiter Stellung nehmen. "Wir haben nichts zu den Kommentaren von Herrn Ecclestone zu sagen, die in der Times veröffentlicht wurden", sagte ein Sprecher gegenüber dem englischen Magazin "autosport". Das Thema der Einnahmen sei derzeit weiter von höchster Wichtigkeit in der Formel 1.

Theissen hofft auf neue Teams

Unterdessen hält BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen den Einstieg neuer Teams in die Formel 1 nach dem eingeschlagenen Sparkurs für möglich. Durch die Maßnahmen zur Kostenreduzierung sei ein Engagement viel besser kalkulierbar. "Innerhalb von zwei, drei
Jahren können wir dahin kommen, dass sogar neue Privatteams wieder den Sprung in die Formel 1 schaffen", sagte Theissen in einem Interview mit "Spiegel Online".

Sollten dagegen noch weitere Teams dem Rückzug des japanischen Autoherstellers Honda wegen der weltweiten Finanzkrise folgen, "wäre es eine Möglichkeit, drei Wagen pro Rennstall statt zwei ins Rennen zu schicken. In anderen Rennserien ist das gang und gäbe", meinte Theissen.

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