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F1-Boss bleibt trotz Übernahme

Drei weitere Jahre Ecclestone?

Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Aserbaidschan - Baku - 16. Juni 2016 Foto: sutton-images.com 41 Bilder

Trotz der anstehenden Machtübernahme in der Formel 1 durch den US-Medienkonzern Liberty Media scheint Bernie Ecclestone der Königsklasse weiter erhalten zu bleiben. Die neuen Teilhaber sollen den 85-Jährigen gefragt haben, ob er nicht noch 3 Jahre weitermachen will.

07.09.2016 Tobias Grüner

Bernie Ecclestone ist nicht kaputt zu kriegen. Viele Experten hatten am Rennwochenende von Monza bereits den Abgesang auf den umtriebigen F1-Zampano eingestimmt. Doch nun erklärte der Brite gegenüber der BBC, dass die Rente noch ein wenig warten muss: „Sie wollen, dass ich noch 3 weitere Jahre bleibe“, verriet Ecclestone über die Pläne des Eigentümers in Spe, Liberty Media.

Ecclestone reist nicht nach Singapur

Offenbar soll Ecclestone dafür sorgen, dass der Wechsel ordentlich über die Bühne geht. Der 1,58 Meter kleine Engländer kündigte bereits an, beim nächsten Grand Prix in Singapur nicht vor Ort zu sein. Er werde in London gebraucht: „Ich kann es mir nicht leisten, fünf oder sechs Tage weg zu sein“, so Ecclestone.

Die Aussagen des F1-Chefs hinterlassen allerdings mehr Fragen als Antworten. So hat Ecclestone zum Beispiel nicht verraten, ob er das Angebot auch annehmen wird, noch 3 weitere Jahre an Bord zu bleiben. Außerdem ist nicht geklärt, in welcher Position und mit welchen Befugnissen der rüstige Geschäftsmann künftig arbeiten soll.

Bildet Ecclestone Doppelspitze mit Chase Carey?

Die ursprünglichen Pläne von Liberty Media hatten vorgesehen, dass der US-Amerikaner Chase Carey den Formel 1-Chefposten von Ecclestone übernehmen sollte. Gut möglich, dass der ehemalige Boss seinem Nachfolger künftig in der Funktion des Beraters zur Seite steht. Ecclestone hat bereits angedeutet, man könne sich je nach Themengebiet ergänzen.

Der 62-jährige Chase Carey war zuletzt Vizepräsident der Filmstudios 21st Century Fox. Bis zum November 2014 war der Harvard-Absolvent als Aufsichtsratschef von Sky Deutschland tätig. Er kennt das Fernsehgeschäft somit besser als Ecclestone. Auch bei der Entwicklung einer neuen Internet- und Social-Media-Strategie dürfte ihm Ecclestone wohl nicht in die Quere kommen.

Ecclestone hat seine Stärken dagegen in den Verhandlungen mit den Rennställen und den Rennstrecken. Und er kennt natürlich auch all die kleinen Deals mit den vielen Firmen, die an der Formel 1 mitverdienen wollen.

Man darf gespannt sein, ob Ecclestone sich in eine Organisationsstruktur mit geteilten Verantwortlichkeiten einfügen kann. Liberty Media wäre nicht das erste Unternehmen, das ihm einen starken Mann zur Seite stellen will. Bisher sind jedoch alle Versuche gescheitert, die Macht des Briten zu begrenzen. Und Ecclestone hat bestimmt auch dieses Mal wieder einen Plan, wie er sich am Ende durchsetzen wird.

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