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Formel 1 Baharin: Nach Langeweile-Kritik

Ecclestone gegen Regel-Änderungen

Bernie Ecclestone Foto: Wolfgang Wilhelm 62 Bilder

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone hat sich nach der Langeweile-Kritik an den neuen Regeln gegen eine Änderung ausgesprochen. "Das würde viel zu lange dauern", wurde der Brite am Dienstag (16.3.) in der "Bild"-Zeitung zitiert.

16.03.2010

Das Interesse am ersten Rennen des Jahres war riesengroß. Die Enttäuschung danach allerdings auch. Viele Fans beklagten die mangelnde Action auf der Strecke von Bahrain. Kaum Überholmanöver, kaum Spannung. Schnell wurde wieder der Ruf nach Regeländerungen laut, um für mehr Zwischenfälle auf der Strecke zu sorgen.

F1-Teams müssen mit Reglement zurechtkommen

Formel 1-Boss Bernie Ecclestone mahnt allerdings zu Ruhe: "Die Formel 1 ist jetzt eine Demokratie. Und alle Teams haben für die Regeln gestimmt, also müssen sie auch damit zurechtkommen", so Ecclestone. Aber selbst wenn der F1-Geschäftsführer wollte, könnte er keine Regeländerungen durchsetzen. Die Hoheit über das Reglement liegt in den Händen des Internationalen Automobilverbandes FIA.

Fahrer wie Teamchefs hatten nach dem Auftaktrennen neuen Regeln kritisiert. Ohne Tankstopps bauten die Teams auf eine Einstopp-Strategie. Im Laufe des Rennens mussten die Piloten nur aufpassen, weder den Tank leer zu fahren und vorzeitig stehen zu bleiben, noch die Reifen zu sehr zu beanspruchen.

Überholen weiter unmöglich

"Es ist grundsätzlich das gleiche Problem, dass wir in den vergangenen Jahren auch schon hatten; die Autos kommen nicht nahe genug an den vor ihn fahrenden Wagen, um überholen zu können", erklärte Ecclestone laut "Daily Mail". Die Teams wüssten das, würden aber nichts dagegen tun, weil sie nur auf die eigenen Interessen achten und zu gewinnen versuchen würden, befand er.

Bei einem Meeting habe er ihnen versucht zu erklären, worum es geht: Rennfahren und Unterhaltung fürs Publikum, "nicht darum, mit Computern zu spielen und eine Runde schnell zu fahren".

Muss die FIA reagieren?

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, zugleich auch Vorsitzender der Vereinigung (FOTA) aller zwölf Rennställe, mahnte nach dem Rennen ein Überdenken der Regeln an. Geschäftsführer Nick Fry von Mercedes GP sagte dem englischen Magazin "autosport" auf die Frage, ob das Eröffnungsrennen in Bahrain schlecht für die Formel 1 gewesen sei: "Ich denke, es wäre schlecht, wenn wir nicht reagieren würden." In knapp zwei Wochen steht mit dem Großen Preis von Australien bereits der zweite Saisonlauf auf dem Programm.

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