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Ecclestone-Prozess

Kontrollverlust

Foto: Wolfgang Wilhelm

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone droht nach einer Gerichtsniederlage am Montag (6.12.) der Verlust seiner Kontrolle über die "Königsklasse des Motorsports". Der Richter am Londoner High Court entschied gegen Ecclestone und gab der Klage eines Bankenkonsortiums statt.

06.12.2004

Die Bayerische Landesbank, JP Morgan und Lehman Brothers, die gemeinsam nach der Kirch-Pleite 75 Prozent an der einst Ecclestone allein gehörenden Formel-1-Vermarktungsgesellschaft SLEC halten, bekommen mehr Einfluss. Nach dem Gerichtsurteil könnten sie nun Ecclestone schrittweise entmachten.

Die SLEC bekommt demnach künftig direkten Einfluss auf die Besetzung der Direktorenposten bei der Formula One Holdings Ltd. In dieser Firma sind die operativen Gesellschaften der Rennsportserie angesiedelt. Die Bayerische Landesbank begrüßte den Urteilsspruch: "Die BayernLB wird sich weiterhin im besten Interesse des Sports und aller beteiligten Interessengruppen engagieren", sagte Vorstandsmitglied Gerhard Gribkowsky in München.

Die Finanzinstitute fühlen sich seit längerem von dem 74-Jährigen ausgetrickst, da dieser sich mit Geschick seine Macht gesichert hat, obwohl seine Familie nur noch 25 Prozent an der SLEC hält. Der Etappensieg der Banken vor Gericht könnte die Alleinherrschaft Ecclestones über die Formel 1 beenden, die ihm in den vergangenen 25 Jahren nach Schätzungen rund 2,8 Milliarden Euro eingebracht hat. Der Brite kassiert nach wie vor gut die Hälfte der Einnahmen aus der Formel 1. Deswegen liegt er auch im Clinch mit den Teams. BMW, Daimler-Chrysler, Ferrari und Renault haben bereits Pläne für eine eigene Rennserie ab 2008 in Auftrag gegeben.

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