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Ecclestone und Mosley

"Wir sind die Mafia"

Foto: Daniel Reinhard 83 Bilder

Der Formel 1-Chef und der FIA-Präsident spielen immer noch mit Vorliebe Doppelpässe. Bernie Ecclestone und Max Mosley machen keinen Hehl daraus, dass sie die Formel 1 weiterhin im Griff haben.

06.06.2006 Markus Stier

Nachdem die Hersteller das neue Concorde-Abkommen unterschrieben haben und eine Konkurrenz-Serie vom Tisch ist, haben Bernie Ecclestone und Max Mosley wieder Oberwasser. Auf den Vorwurf, die Achse Eccelstone-Mosley sei eine Art Mafia, antwortet Ecclestone unverhohlen: "Falsch. Wir sind nicht nur eine Art Mafia, wir sind die Mafia."

Die beiden Strippenzieher halten ihre Seilschaft für unerlässlich, um den Formel 1-Betrieb in Schwung zu halten. Die Rennställe halten sie für unfähig, die Geschicke des Sports zu leiten: "Wenn die Teams unsere Entscheidungen zu treffen hätten, würde Stillstand herrschen", sagt Mosley.

Mosley: "Nur eine Zeitfrage"

Als Sieger im Tauziehen um die Formel 1-Zukunft sehen sich die beiden Altmeister der Formel 1-Politik dennoch nicht: "Es gibt keine Gewinner, nur Verlierer. Wir haben in den letzten fünf Jahren der Formel 1 sehr geschadet. Wir haben grundlos einen Sport mit stabilen Abläufen destabilisiert", sagt Bernie Ecclestone.

"Das Ergebnis ist gut für den Sport", sagt Mosley zur Fortschreibung des Concorde-Abkommens. "Es kam, wie es kommen musste. Das Ergebnis dieses Streits stand immer fest. Es war nur eine Zeitfrage, wieviel Ärger wir bereit waren zu ertragen."

Eccelstone: "In die Ecke gedrängt"

Dass die Herstellervereinigung GPMA sich dennoch als Sieger des Tauziehens sieht, weil die Rennställe künftig 50 statt 23 Prozent der Einnahmen erhalten, kommentiert Ecclestone geringschätzig: "Vielleicht hätten sie ein noch besseres Ergebnis erzielt, wenn sie besser verhandelt hätten."

Auch über die von den Herstellern demonstrierte Einigkeit der Hersteller gibt der 75-Jährige nichts: "Herr Dassas von Renault hatte genug. Er hat verstanden, dass weiteres Streiten zu nichts führen würde. Das hat die anderen in die Ecke gedrängt, auch zu handeln."

Wie die Formel 1-Mafia die derzeitige Lage einschätzt, warum Bernie Ecclestone niemals Max Mosleys Job haben möchte, aber seinem Landsmann jederzeit einen Blankoscheck austellen würde, wie Ecclestone mit einem Schnorchel eine Wette gewann, und was Enzo Ferrari unter der Tischplatte trieb, lesen Sie im Interview in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft, 13, ab 7. Juni im Handel.

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