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Ecclestone wiegelt ab

Keine Angst vor Verhaftung in Hockenheim

Bernie Ecclestone Foto: Archiv

Bernie Ecclestone hat nicht aus Angst vor einer möglichen Verhaftung seinen angekündigten Besuch beim Großen Preis von Deutschland vor knapp einer Woche ausgelassen.

27.07.2012 dpa

"Nein. Niemand hat mir gesagt, dass ich verhaftet würde", sagte der Formel-1-Geschäftsführer in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Er habe in London ein Treffen mit Leuten vom Olympischen Komitee und vom Fernsehen aus Amerika gehabt. Private Probleme seiner Tochter Tamara seien noch hinzugekommen, "die ich regeln musste".

Ecclestone fürchtet deutsche Justiz nicht

Er wisse noch nicht genau, wann er nach Deutschland komme. "Aber möglicherweise schon sehr bald", sagte Ecclestone. Er wolle die Verantwortlichen vom Nürburgring treffen. Hinter der Zukunft der Traditionsstrecke in der Eifel steht wegen einer Insolvenz ein dickes Fragezeichen. "Wir wollen sehen, ob wir ihnen helfen können", sagte Ecclestone - im kommenden Jahr soll eigentlich der deutsche Grand Prix auf dem Eifel-Ring stattfinden.
 
Nichts hatte sein Fernbleiben auf dem Hockenheimring am vergangenen Wochenende nach Ecclestones Darstellung mit den Ermittlungen der Münchner Justiz zu tun. Diese arbeitet an einer Anklage gegen den 81 Jahre alten Briten wegen Bestechung, nachdem der ehemalige Bankvorstand Gerhard Gribkowsky Ecclestone belastet hatte. Laut Gribkowksy geht es um 44 Millionen US-Dollar.
 
Der Ex-Vorstand der BayernLB wurde wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Er hatte vor sieben Jahren beim Verkauf der Formel 1 an das Investmentunternehmen CVC mitgeholfen. Ecclestone weist die Bestechungsvorwürfe zurück. Er sei erpresst worden, sagte er schon mehrfach.
 
"Ich glaube nicht, dass die Justiz in Deutschland so vorgeht", sagte Ecclestone zu einer möglichen Verhaftung auf dem Hockenheimring. "Ich gehe davon aus, dass die deutschen Behörden mir so etwas vorher mitteilen würden", meinte Ecclestone. "Mag sein, dass sie anders handeln, wenn jemand einen Mord begangen hat oder wenn er ein Terrorist ist."

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