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Ecclestones geheimer Notplan

Zweite F1-Liga mit 2013er Red Bull

Red Bull RB9 - Formel 1 2013 Foto: xpb 10 Bilder

Die Formel 1 tritt 2015 mit neun Teams und 18 Autos an. Fällt die Zahl unter 16, muss Bernie Ecclestone reagieren. Statt dem dritten Auto pro Team schlägt der Formel 1-Boss eine zweite Klasse innerhalb der Formel 1 vor. Mit einem 2013er Red Bull und V8-Motoren von Mecachrome.

09.02.2015 Michael Schmidt

Bernie Ecclestone hatte schon immer eine heimliche Liebe zu komplizierten Formeln. Wenn die Realität nicht spannend ist, muss man sie eben spannend machen. Deshalb seine doppelten Punkte aus dem Vorjahr. Keiner liebte sie. Deshalb sind sie heute auch wieder Geschichte.

3-Auto-Lösung nicht attraktiv

Der Formel 1-Zampano hat auch für den Fall vorgesorgt, dass die Zahl der Autos unter 16 fällt. Dann zwingen ihn die Verträge mit den Veranstaltern und TV-Anstalten dazu, das Feld aufzufüllen. In besagten Verträgen ist festgelegt, was dann passieren soll. Ferrari, Red Bull und McLaren müssen ein drittes Auto auf die Räder stellen.

Wenn es noch weniger Autos werden müssten der Reihe nach auch Mercedes und Williams einspringen. Die dritten Fahrer könnten dann zwar keine Punkte für die Konstrukteurs-WM sammeln, aber in der Fahrer-Wertung voll mit punkten. Allerdings nur mit einem Rookie oder Gastfahrer an Bord.

Aus Sicht von Ecclestone ist diese Lösung nicht attraktiv. Die Kosten für das dritte Auto blieben bei den Rechteinhabern hängen. Red Bull hat im letzten Jahr ausgerechnet, dass so ein drittes Auto rund 35 Millionen Euro höhere Ausgaben bedeuten würde. Dazu käme, dass die Chancen auf Punkte für die kleinen Teams immer kleiner würden.

Kolles und Briatore in Ecclestone-Plan involviert

Deshalb hat Bernie eine andere Idee ausgeheckt. Eine Formel 1 light im Rahmen der Formel 1. Ursprünglich spielte man mit dem Gedanken, GP2-Autos mit gepimpten V8-Motoren mitfahren zu lassen. Bis den Drahtziehern ein besserer Einfall kam. Ecclestone wollte neue Teams mit einem 15 Millionen-Euro-Paket in die Formel 1 locken.

Der frühere Rennstall-Chef Colin Kolles sollte auf der Basis des 2013er Red Bull das Chassis bauen. Den V8-Motor hätte Flavio Briatore bei Mecachrome produzieren lassen. Dann hätte man nur noch eine Äquivalenz-Formel aushecken müssen, dass die Billigautos nicht völlig chancenlos sind, den Hybrid-Monstern aber auch nicht um die Ohren fahren. Der Vorschlag wurde im Rahmen der Strategiegruppe in Paris von Ferrari, Mercedes und McLaren abgelehnt.

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