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Ein Ferrari gegen 2 Mercedes

Räikkönen erneut mit Quali-Pleite

Kimi Räikkönen - Ferrari - Formel 1 - GP China - Shanghai - 11. April 2015 Foto: Wilhelm 76 Bilder

Kimi Räikkönen macht sich das Leben in diesem Jahr selbst schwer. Auf den verpatzten Start in Melbourne folgten zwei Quali-Pleiten in Malaysia und Shanghai. So muss sich Teamkollege Vettel wieder alleine auf die Jagd nach den Mercedes machen.

11.04.2015 Tobias Grüner

Mit dem Abgang von Fernando Alonso und der Weiterentwicklung des Ferraris über den Winter wollte eigentlich auch Kimi Räikkönen seine persönliche Krise beenden. Bis jetzt gelang dem Finnen allerdings noch nicht der erhoffte Befreiungsschlag. An den ersten drei Rennwochenenden gab es bis jetzt trotz deutlich konkurrenzfähigerem Auto noch keinen Grund zum Jubel für die vielen Kimi-Fans.

Vettels dritter Quali-Sieg gegen Räikkönen

Ein Quali-Duell gegen Neu-Teamkollege Sebastian Vettel konnte Räikkönen bis jetzt noch nicht gewinnen. In Australien und Malaysia gab es dazu noch Kollisionen in der Startphase. In Shanghai patzte Räikkönen wie 14 Tage zuvor schon wieder beim Kampf um die besten Startplätze. Die Quali-Pleite in Malaysia konnte der Finne noch mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen im Q2 entschuldigen. In China fand der Weltmeister von 2007 keine Erklärung.

"Ich hatte mit dem neuen Satz Reifen zu Beginn der schnellen Runde im Q3 einfach keinen Grip im ersten Sektor. Ich bin nur herumgerutscht. Da hatte ich zuvor auf gebrauchten Reifen mehr Haftung. Das war irgendwie mysteriös. Wir müssen das untersuchen", berichtete der Pilot vom entscheidenden Moment.

Ob ein Fehler beim Aufwärmen der Reifen Schuld war? Räikkönen zuckte nur mit den Schultern. "Ich weiß es nicht. In der Runde ist ein Sauber vor mir gefahren. Vielleicht war es aber einfach nur schlechtes Timing. Aber leider wird es so langsam zur Gewohnheit."

Räikkönen steckt hinter 2 Williams

Am Ende fehlten mehr als eine halbe Sekunde auf Teamkollege Vettel. So schoben sich noch die beiden Williams zwischen die Ferrari. "Damit wird das Rennen morgen richtig schwierig. Ein Kampf gegen 2 Autos ist deutlich härter als gegen eines. So hat der Vordermann auch immer den DRS-Vorteil."

Schon in Australien tat sich Räikkönen schwer bei seiner Aufholjagd. "Malaysia ist aber eine andere Strecke. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Überholen hier etwas einfacher ist. Die Reifen spielen hier auch eine Rolle. Das Beste wäre natürlich gleich ein guter Start. Die Pace im Rennen sollte stimmen. Das Auto hat sich das ganze Wochenende gut angefühlt – nur nicht in der entscheidenden Runde im Q3 auf frischen Reifen."

Wie es mit der Strategie im Rennen aussieht, konnte Räikkönen noch nicht genau sagen. Es wird vor allem darauf ankommen, wie lange die Piloten den Soft-Reifen über die Runden bringen, ohne viel Zeit zu verlieren. Doch im Freien Training am Freitag hat Vettel die weichen Gummis beim Longrun getestet, Räikkönen sammelte Haltbarkeitsdaten mit der härteren Mischung. "Ich habe somit noch keine große Erfahrung. Es wird ein kleines Ratespiel, wie lange sie halten."

Keine Unterstützung für Vettel

Für Mercedes ist es ein Glücksfall, dass Räikkönen nicht auch noch von hinten Druck macht. So können sich die Silberpfeile ganz auf das Abwehren der Vettel-Angriffe konzentrieren. Im Notfall soll sogar die Strategie gesplittet werden, wenn damit wenigstens ein Mercedes an der Front gehalten werden kann. Vettel kann also nur hoffen, dass sein Teamkollege schon bald wieder zu alter Form aufläuft.

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