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Einheitsreifen

Die Entdeckung der Langsamkeit

Foto: giw

Bei der Entwicklung der neuen Reifengeneration ist Bridgestone nach dem Motto "Gesunde Härte" vorgegangen. Die Autos werden - wie von der FIA gewünscht - langsamer, die Fahrer sind dennoch nicht unglücklich.

01.12.2006 Markus Stier

Trotz seiner Bestzeit am ersten Testtag in Barcelona erschrak Felipe Massa: "Ich bin schockiert, wie fremd sich der Reifen anfühlt", sagte der Brasilianer über seine erste Erfahrung mit dem Einheitspneu, den Bridgestone 2007 zur Verfügung stellt. Von einem Erfahrungs-Vorteil der bisherigen Bridgestone-Kunden kann zunächst keine Rede sein. "Ich bin diesen Reifen noch nicht ein einziges Mal gefahren", sagte Ex-Williams-Fahrer Mark Webber.

Kein Wunder, die Konstruktion des vermeintlich neuen Gummis ist bereits zwei Jahre alt. Die Bridgestone-Ingenieure setzen auf bekannte Größen. Der bei den ersten Wintertests verwendete Pneu kommt auch beim GP Spanien im kommenden Jahr zum Einsatz. Er ist der härteste aus einer Palette von vier Reifen. Bridgestone unterscheidet in der kommenden Saison zwischen superhart, mittelhart, weich und extra weich. Jeweils zwei dieser vier Mischungen bringen die Japaner zu den Rennen.

Schnellste Zeit in Runde 30

Das Ziel von FIA-Chef Max Mosley lautete bei der Befürwortung des Einheitsreifens: Erhöhung der Rundenzeiten um zwei Sekunden. Am ersten Tag fehlten den Schnellsten auf die 2006er-Gummigeneration noch drei Sekunden. Am dritten Tag war bereits rund eine Sekunde abgefeilt. In 1:15,9 Minuten umrundete Jarno Trulli im Toyota den Kurs.

Trotz der neu entdeckten Langsamkeit sind die Fahrer nicht unglücklich mit den harten Walzen. Der Reifen rutscht mehr, aber er verzeiht auch mehr, lautet das Credo. "Man muss früher bremsen und kann weniger Geschwindigkeit in die Kurve mitnehmen, aber daran habe ich mich sehr schnell gewöhnt," sagt Renault-Fahrer Heikki Kovalainen. Zudem sind die Fahrer erstaunt von der Konstanz: "Ich bin meine schnellste Zeit in der 30. Runde gefahren", sagt Williams-Fahrer Alexander Wurz.

Bridgestone: "Keine Ausreden"

Den anfänglichen Ruf nach einer Vermehrung der Testtage ließen die Bridgestone-Verantwortlichen ungehört verhallen. Nach neun Testtagen hat jeder so viel Erfahrung, dass es keine Ausreden mehr gibt“, sagt Bridgestone-Rennchef Kees van der Grint.

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