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Einheitsreifen

Michelin steigt aus

Foto: dpa

Michelin reagiert auf die Ankündigung der Sporthoheit FIA, ab 2008 nur noch Einheitsreifen eines Herstellers zuzulassen mit einem vorzeitigen Ausstieg. Ende 2006 ist Schluss mit dem Formel 1-Engagement der Franzosen.

14.12.2005

Nachdem FIA-Präsident Max Mosley seine Ankündigung, Einheitsreifen in der Formel 1 durchzusetzen bei der letzten Weltratskonferenz wahr gemacht hat, setzt nun auch Edouard Michelin seine Drohung in die Tat um. Sein Konzern steigt Ende 2006 aus der Königsklasse aus.

"Für uns bedeutet die Formel 1 Motorsport auf höchstem technischen Niveau, bei dem der Faktor Reifen eine entscheidende Rolle spielt. Die Freiheit der Teams, ihre Reifen frei zu wählen, ist unerlässlich. Der Wettbewerb zwischen zwei Reifenherstellern lässt die Technik im Interesse der Kunden schneller voranschreiten", heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

Hintertürchen offen

Bridgestone hate bereits signalisiert, die Formel 1 auch ohne Wettbewerber zu versorgen. Damit ist Michelin indirekt durch die ab 2008 geltende Einheits-Reifenregel ausgeschlossen. Die Teams von Toyota und Williams wechselten in diesem Winter unter anderem deshalb zu Bridgestone. Sie versprechen sich einen Erfahrungsvorsprung, wenn Michelin seine restlichen Partner Ende 2006 in die Bridgestone-Arme treibt. Betroffen sind Renault, McLaren-Mercedes, BMW-Sauber und Honda.

FIA-Chef Mosley verspricht sich von den Einheitsreifen eine größere Chancengleichheit und vor allem niedrigere Kosten. Einige Teams geben allein 50 Prozent ihres Testbudgets für Reifenerprobung aus. Bei Michelin zweifelt man am Erfolg des neuen Regelwerks. "Sollte sich die Formel 1 signifikant ändern, würden wir nicht zögern, wieder einige Teams zu beliefern", heißt es aus Clermont-Ferrand.

Kein Spitzensport mehr

Nach Wunsch der Marketing-Strategen tritt Michelin ab 2006 unter dem Namen der Tochterfirma BF Goodrich in der Rallye-Weltmeisterschaft an. Somit ist die Marke mit dem Michelin-Männchen abgesehen von den 24 Stunden von Le Mans im Spitzensport vorerst nicht mehr vertreten.

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