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Einigung im Sauber-Streit

Van der Garde und Sauber lösen Vertrag

Formel 1 - GP Australien 2015 - Bilderkiste - F1 - Giedo van der Garde Foto: Daniel Reinhard 39 Bilder

Der Rechtsstreit zwischen Sauber und Giedo van der Garde ist beigelegt. Wie der Niederländer auf seiner Facebook-Seite bekanntgab, wurde der Vertrag zwischen dem Team und ihm in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst.

18.03.2015 Andreas Haupt

Die Sauber-Posse hat ein Ende. Wie Giedo van der Garde am Mittwoch (18.3.2015) über Facebook verlauten ließ, haben sich der Schweizer Rennstall und der Rennfahrer nach langem Rechtstreit um ein Cockpit für die 2015er Saison getrennt. "Wir haben einen Vergleich mit Sauber erreicht und mein Vertrag mit dem Team wurde in beidseitigem Einvernehmen aufgelöst. Als leidenschaftlicher Rennfahrer bin ich sehr enttäuscht darüber", schreibt van der Garde.

Sauber habe ihm eine bedeutend hohe Abfindung gezahlt. "Damit kann ich sagen, dass meine Rechte anerkannt wurden und das zumindest etwas Gerechtigkeit verübt worden ist."

Van der Garde verzichtet auf Stammcockpit

Der Niederländer, im vergangenen Jahr noch als Testfahrer für Sauber im Einsatz, und der Formel 1-Traditionsrennstall standen seit Monaten im Clinch. Laut van der Garde wurde ihm 2014 ein Stammplatz für die laufende Saison zugesichert und vertraglich festgehalten. Doch statt im Sauber C34 Platz zu nehmen, warf Sauber den Niederländer raus und setzte stattdessen auf die Piloten Marcus Ericsson und Felipe Nasr. Deren Millionenmitbringsel sicherten dem Rennstall das finanzielle Überleben.

Van der Garde bestand allerdings auf seinem Vertrag und zerrte Sauber in den Gerichtssaal. Zuerst bekam er von einem Schweizer Gericht das Recht auf ein Cockpit zugesprochen, kurz vor dem Auftaktrennen entschieden auch die australischen Richter zugunsten van der Gardes.

"Ich hätte auf meinem Vertrag beharren können, aber die Teamchefin hat eine Entscheidung gegen mich getroffen, dass sie nicht mit mir arbeiten würde und dies wurde in schmerzhafter Weise in Melbourne offensichtlich. Dagegen weiter anzukämpfen hätte das Team möglicherweise zerstört", erklärte van der Garde.

"Es hätte aber bestimmt das GP-Wochenende in Melbourne für Sauber ruiniert, weil die Autos vom Gericht beschlagnahmt worden wären. Und die Karrieren von Marcus Ericsson und Felipe Nasr wären vielleicht ebenfalls zerstört worden. Wahrscheinlich wäre der Teamdirektor noch in Haft genommen worden. Ich habe mich dazu entschlossen, dass ich damit nicht leben möchte."

Zukunft in der WEC oder DTM

In seinem Facebook-Eintrag schießt der ehemalige Caterham-Pilot scharf gegen Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn: "Die Teamchefin war so darauf versteift, mich nicht fahren zu lassen, ungeachtet meines Rechts, einiger Gerichtsentscheidungen und meiner Fähigkeiten als Rennfahrer. Ich werde diese Entscheidung nie verstehen."

Eine weitere Karriere in der Formel 1 hat van der Garde praktisch abgehackt. "Ich habe meine gesamte Karriere daran gearbeitet, meinen Traum zu leben und ein erfolgreicher Formel 1-Fahrer zu werden. Ich hatte zumindest gehofft zu zeigen, dass ich in der Lage bin ein Auto eines respektierten Mittelfeldteams in der 2015er Saison zu fahren. Dieser Traum wurde mir genommen und ich weiß, dass meine Formel 1-Karriere wahrscheinlich vorbei ist." Seine Zukunft sieht van der Garde in der FIA WEC oder ab 2016 in der DTM.

Sauber gibt Antwort

Sauber hat in der Zwischenzeit auf van der Gardes Facebook-Angriff geantwortet. Auf ihrer offiziellen Facebook-Seite schreibt das Team unter dem Hashtag "LetsRaceNotFight" an seine Anhänger: "Wie viele von euch haben auch wir das heutige Facebook-Statement von Giedo van der Garde gelesen und haben uns zugegebenermaßen ziemlich darüber gewundert. Wir kennen die Intention von Giedo nicht. Auch wenn er sich gerne als Sieger darstellen möchte, wir hatten eigentlich gehofft, mit der erzielten Einigung zur Ruhe kommen zu können. Das hat Giedo für sich anders entschieden – die Gründe dafür können wir nur schwer nachvollziehen."

Und weiter: "Auch wenn wir auf viele von Giedos Darstellungen und Vorwürfen sehr gut antworten könnten, es würde weder unserem Rennteam, unseren Fans noch unseren Partnern helfen! Einzig würde es eine Schlammschlacht über die Medien füttern. Dafür geben wir uns nicht her. Viel lieber fokussieren wir uns bereits auf das nächste Rennen in Malaysien, wo wir mit unseren beiden Piloten Marcus Ericsson und Felipe Nasr an die gezeigten Erfolge vom vergangenen Wochenende anschliessen möchten. Diesem Ziel gilt unser ganzer Einsatz."

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