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Eiszeit bei McLaren

Foto: dpa 54 Bilder

McLaren-Mercedes hat es nicht leicht. Irgendwie kommt dieser Rennstall nie zur Ruhe. Kaum ist die Spionageaffäre kalter Kaffee, lebt die Rivalität der Fahrer wieder auf.

27.09.2007 Michael Schmidt

Lewis Hamilton legte die Lunte: "Wenn Alonso auf der Strecke aggressiv sein will, dann kann ich das auch." Das Startduell von Spa ist offensichtlich immer noch nicht verdaut." Er wolle darüber noch mal mit Alonso in Fuji reden, erklärte der WM-Spitzenreiter. "Leider haben wir seit Spa nicht mehr miteinander gesprochen." Wieder so ein kleiner Giftpfeil Richtung Alonso. Der entgegnet cool: "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals zwischen den Rennen gesprochen hätten."

Alonso im falschen Licht?

Über seine Rolle im Spionagefall will der vierfache Saisonsieger immer noch nicht sprechen. "Ich bin keiner, der da aus dem Nähkästchen plaudert. Alles was ich sagen kann, ist dass die ganzen Geschichten, die da über meine Rolle kursieren, nicht der Wahrheit entsprechen." Der Weltmeister hat seine Mühe mit der Darstellung seiner Person und seiner Aktionen in der Öffentlichkeit. Da werde vieles verdreht und in ein anderes, falsches Licht gesetzt. Zum Beispiel die Geschichte, dass er mit Teamchef Ron Dennis seit Wochen nicht mehr gesprochen habe.

"Wir sind in Spa einmal gemeinsam ins Hotel gefahren und haben uns über die Qualität des Hotels unterhalten. Es ist mir ein Rätsel, warum Ron sagt, wir würden nicht miteinander reden." So langsam wird der Titelverteidiger müde, ständig Spekulationen um seine Person zu dementieren. "Egal, was ich sage, die Leute machen ihre eigene Geschichte daraus. Ich konzentriere mich jetzt auf die letzten drei Rennen und die Weltmeisterschaft. Ab jetzt gebe ich meine Antworten auf der Strecke."

Alonso sieht keinen Vorteil für sich im WM-Finale der großen Vier. "Wir sind alle hungrig nach Siegen und ähnlich professionell. Auch die anderen Fahrer haben schon Situationen erlebt, wo es um den Titel gegangen ist." Trotzdem fühlt sich der 26-jährige Spanier gut gerüstet für die entscheidenden Rennen des Jahres. "Ich kenne jetzt das Auto, das Team und die Reifen besser. Beim Rennen in Magny-Cours habe ich den größten Schritt gemacht und es kommt mit jedem Rennen ein Schritt dazu. In Spa war ich besser als in Monza, und in Fuji werde ich besser als in Spa sein."

Hamilton sieht keinen Nachteil

Lewis Hamilton lässt sich durch diese Ankündigungen nicht aus der Ruhe bringen. "Es stimmt, dass Fernando die Strecken von Shanghai und Sao Paulo besser kennt als ich, aber das war in dieser Saison schon ein paar Mal der Fall, und ich habe ihn trotzdem geschlagen." Mit Blickrichtung WM-Titel macht sich der 22-jährige Engländer selbst Mut: "Fernando hat mehr zu verlieren als ich. Er ist der Titelverteidiger."

Felipe Massa wird sich möglicherweise schon in Fuji aus dem Titelrennen verabschieden. Er hat 20 Punkte Rückstand auf Hamilton, und das Restprogramm hat nur noch 30 Zähler zu vergeben. "Schwierig, aber nicht unmöglich", sagt der Brasilianer, der für sich bereits ein Fazit gefunden hat: "Es war eine gute Saison für mich. Ich habe fünf Pole Positions und drei Siege, und wenn die Autos zuverlässiger gewesen wären, hätten es auch mehr sein können."

Darüber kann sich Alonso nicht beklagen. Er kam als einziger Fahrer im Feld bei jedem Rennen in die Punkte. Was ihn leicht beunruhigt, denn nach der Statistik müsste er der nächste sein, den es mal trifft: "In den letzten Jahren konnte ich immer von einem Polster zehren. Das ist diesmal anders. Der kleinste Fehler, die kleinste Panne, und die WM ist weg." Deshalb wird er sich in Zukunft zwei Mal überlegen, wie hart er im Duell gegen Hamilton dagegenhalten wird. "Ab jetzt denke ich bei jedem Zweikampf an die WM. Ich muss das Risiko im Vergleich zu den ersten Rennen sicher zurückschrauben." Hamilton sagt genau das Gegenteil: "Ich bin bereit zu attackieren."

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