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Emanuele Pirro als FIA-Steward

Pirro wehrt sich gegen Vorwürfe

Emanuele Pirro
Foto: xpb 25 Bilder

Nachdem die FIA Emanuele Pirro als Fahrervertreter im Raum der Rennkommissare bestimmt hat, fragte man sich bei Red Bull, ob ein Italiener nicht zu nahe an Ferrari steht. Der fünffache Le Mans-Sieger aus Italien wehrt sich gegen Vorwürfe der Befangenheit.

12.11.2010 Michael Schmidt

Die Aufregung bei den Verschwörungstheoretikern war groß. Der Weltverband FIA hatte Emanuele Pirro als Fahrervertreter im Team der Sportkommissare nominiert. Ausgerechnet einen Italiener. Die Bild-Zeitung witterte sofort Verrat. Besteht da nicht zuviel Nähe zu Ferrari?

Ex-Audi-Pilot Pirro hatte den Artikel bereits auf seinem Handy. Deutschlands größte Zeitung war nicht das einzige Blatt, das Kritik übte. "Auch die drittgrößte Tageszeitung in Italien hat gewettert, wie es sein kann, dass ein Italiener in einem WM-Finale richten darf, in dem Ferrari um den Titel fährt", erzählte Pirro belustigt.

Pirro hat mit Ferrari nichts am Hut

Pirro beruhigte die Gemüter: "Für mich bedeutet dieser Job sehr viel Verantwortung. Selbst wenn ich Sympathien für irgendjemand hätte, würde ich das ausblenden können." Dann erzählte der fünffache Le Mans-Sieger: "Wenn es einen Italiener gibt, der mit Ferrari überhaupt nichts zu tun hat, dann bin ich das."

In dem Moment kommt Red Bull-Berater Helmut Marko vorbei und sagt im Spaß: "Was haben wir von Dir an dem Wochenende zu erwarten?" Darauf gibt Pirro belustigt zurück: "Vielleicht weißt du nicht, dass Red Bull in der DTM mal mein Sponsor war."

Pirro schon zu Jahresbeginn eingeladen

Der Ex-Benetton-Pilot wurde schon zu Beginn des Jahres von der FIA für das Finale eingeteilt. "Da habe ich mir gedacht: Das wird ein ruhiger Job. In Abu Dhabi ist die WM bestimmt schon entschieden."

Pirro nimmt seine Aufgabe wirklich ernst. "Ich habe bei jeder Gelegenheit das Regelwerk gepaukt, war zu Beginn des Jahres bei einem Formel 3-Rennen in Misano in der Rennleitung. Es war eine interessante Erfahrung für einen Rennfahrer. Da bekommt man mal einen Eindruck davon, wie schwierig der Job der Rennleitung wirklich ist."

Als Rennfahrer sieht man mehr

In Monza schaute Pirro seinem Kollegen Emerson Fittipaldi über die Schulter. "Emerson hat einen wirklich professionellen Job gemacht. Und die drei offiziellen Kommissare haben ihn bei jeder kritischen Szene konsultiert. Als Rennfahrer sieht man einfach mehr als einer, der noch nie im Rennauto gesessen ist."

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