Nächstes Rennen: 18. März 2012
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Endspurt: Renault ist das Team der Stunde

Zu Saisonbeginn war jeder Punktgewinn ein Erfolg. Jetzt ist Renault das Team der Stunde. Kein Rennstall hat in den vergangenen vier Rennen mehr WM-Punkte gesammelt als die Weltmeistertruppe von 2005 und 2006.

Seit dem GP Belgien in Spa kamen 35 Zähler auf das Renault-Konto. Es folgen BMW (32 Punkte), Toro Rosso (23), McLaren-Mercedes (22) und Ferrari (21).

Bei den Fahrern das gleiche Bild: Fernando Alonso sammelte in Spa, Monza, Singapur und Fuji fast doppelt so viele Punkte wie in den zwölf Grand Prix davor. Zwei Siege und zwei vierte Plätze erhöhten seinen Punktestand um 30 Zähler. Sebastian Vettel mit 21 Punkten und Robert Kubica mit 17 sind die nächstbesten Fahrer der letzten vier Rennen. Die WM-Kandidaten Felipe Massa und Lewis Hamilton kommen nur auf 15 respektive 14 Zähler.

Alonso kletterte auf Platz sieben in der WM-Tabelle. Nick Heidfeld und Heikki Kovalainen sind noch in Reichweite des Spaniers. Auf Heidfeld fehlen Alonso acht Zähler, auf Kovalainen drei. "Nach den beiden Siegen habe ich das Gefühl, dass jetzt alles möglich ist. Mein vierter Platz in der Qualifikation war nicht durch wenig Sprit erkauft. Ich hatte genauso viel Benzin an Bord wie die Autos um mich herum. In den letzten beiden Rennen sind Podestplätze möglich."

Kein Glückssieg wie noch in Singapur

Renault-Chefingenieur Pat Symonds wertet den Sieg von Fuji noch höher als den Überraschungscoup von Singapur: "In Singapur war viel Glück dabei. Der Sieg in Fuji war erkämpft. Wir haben zwar von den Fehlern von Massa und Hamilton profitiert, doch das gehört zum Rennsport dazu. Dafür hatten wir Kubica und Räikkönen locker im Griff." Der vierte Platz von Nelson Piquet zeigt, dass Renault nicht nur von Alonsos Fahrkünsten abhängt. Das Auto hat sich mehr verbessert als jedes andere im Feld. Nach der Rechnung von Symonds fehlen auf die Spitze nur noch 0,5 Prozent der Rundenzeit. "Zu Saisonbeginn lag unser Rückstand noch bei 1,2 Prozent."

Das Fahrverhalten des Renault R28 ist berechenbarer geworden. Davon profitiert auch Piquet. "Wir wussten, dass er den Speed hat", lobt Symonds. "Ihm fehlte nur die Konstanz. Er hat zu viele Fehler gemacht, weil er sich im Auto nicht immer wohl fühlte." Renault ist klar die dritte Kraft im Feld. Pat Symonds kann sich zufrieden zurücklehnen: "Zu Saisonmitte hatten wir uns zwei Ziele gesetzt. Wir wollten auf Platz vier in der Konstrukteurs-WM mit dem drittschnellsten Auto im Feld. Es sieht so aus, als ob wir beides erreichen."

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Michael Schmidt

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