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Enttäuschung für Silberpfeile

Reifenmisere holt Mercedes ein

Nico Rosberg GP Deutschland 2013 Foto: ams 82 Bilder

Mit den neuen Gummis sind die Reifenprobleme bei Mercedes zurück. Nico Rosberg und Lewis Hamilton hatten am Nürburgring keine Chance gegen die Konkurrenz. Schuld an dem hohen Verschleiß waren nicht die Reifen selbst sondern die neuen Gebrauchsvorschriften.

07.07.2013 Tobias Grüner

Eine Sorge ist Mercedes los. Nach dem Rennen am Nürburgring wird die Konkurrenz wohl nicht mehr behaupten, dass der umstrittene Pirelli-Test in Barcelona die Probleme am Silberpfeil gelöst hat. In der Eifel kam die alte Krankheit zurück. Toto Wolff gab sich direkt nach dem Rennen ratlos. "Wir müssen nun untersuchen, warum die Temperaturen wieder so in die Höhe gegangen sind. Momentan habe ich keine Antwort."

Mercedes funktioniert nicht bei Hitze

Lewis Hamilton und Nico Rosberg traf die Reifenmisere schon kurz nach dem Start. Beide Silberpfeile wurden schnell nach hinten durchgereicht und klagten den Ingenieuren über Funk ihr Leid. Die konnten aber auch nicht helfen. Erst in der zweiten Rennhälfte stabilisierten sich die Rundenzeiten etwas. Da war der Zug an der Spitze aber schon längst abgefahren.

"Das ist wirklich schade", erklärte Hamilton nach dem Rennen. "Das Auto ist doch eigentlich so schnell, aber es funktioniert leider nicht bei dieser Hitze. Wir arbeiten so hart daran und haben so gute Leute, aber Red Bull war heute einfach zu schnell für uns." Von der Pole Position gestartet verlor der Brite das Duell gegen Vettel und Webber schon auf dem Weg in die erste Kurve. Immer wieder musste er sich gegen deutlich schnellere Gegner verteidigen. Am Ende wurde der Kampf mit Rang 5 belohnt.

Karten wurden neu gemischt

Teamkollege Rosberg legte ebenfalls einen guten Schlussspurt hin uns sammelte auf Rang 9 noch zwei WM-Pünktchen. "Wir müssen die neuen Reifen besser verstehen", forderte der England-Sieger anschließend. "Es scheint, als habe die neue Konstruktion die Karten neu gemischt. Wir haben viel Arbeit vor uns, damit wir uns in Ungarn wieder gut in Form präsentieren können."

Ross Brawn hatte nach dem Rennen wenigstens ein paar Erklärungen für die Probleme seiner Piloten parat. Neben der neuen Reifenkonstruktion haben auch die neuen Gebrauchsanweisungen von Pirelli negative Auswirkungen gehabt. "Früher konnte man die Reifen von einer Seite zur anderen umstecken. Damit ließen sich die Belastungen vom Qualifying zum Rennen besser verteilen. Das dürfen wir mit diesen Reifen aber leider nicht mehr."

Das Hauptproblem für Mercedes war am Nürburgring wieder einmal die hinteren Sohlen. "Da sind wir hitzetechnisch über das Limit gegangen", so Brawn. "In der ersten Rennhälfte war das ziemlich grausam. Wir haben die Reifen überbelastet. Da müssen wir Lösungen finden. In der zweiten Rennhälfte mit weniger Sprit und etwas kühleren Temperaturen sind wir wieder in das Arbeitsfenster gekommen. Dann lief es nicht so schlecht."

Dass Mercedes beim Young Drivers Test nicht die neuen Reifen für Ungarn testen darf, ist ein weiterer Nachteil an der Gummifront. "Da hätten wir gerne ein paar Informationen gesammelt", so Brawn. Toto Wolff versuchte sich diesbezüglich in Galgenhumor: "Ohne den Test haben wir wenigstens mehr Zeit uns über die Probleme Gedanken zu machen."

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