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Formel 1-Anwärter Epsilon-Euskadi

F1-Modell steht schon im Windkanal

ToroRosso Foto: Daniel Reinhard 13 Bilder

Auch ohne die nötige Formel 1-Lizenz für die kommende Saison hat der spanische Rennstall Epsilon Euskadi bereits mit Windkanaltests begonnen. Nach Aussage von Teamchef Joan Villadelprat konnte man nicht mehr länger warten.

27.08.2010 Tobias Grüner

Noch immer steht nicht fest, welcher Rennstall 2011 als neues Team in die Formel 1 aufrücken darf. Zuletzt standen mit Epsilon Euskadi und Villeneuve Racing nur noch zwei ernsthafte Kandidaten zu Auswahl. Dass sich die FIA noch immer nicht durchringen konnte, die Formel 1-Lizenz zu vergeben ist nicht gerade ein gutes Zeichen für die beiden Bewerber.

Joan Villadelprat, der Chef von Epsilon Euskadi, lässt sich so leicht allerdings nicht von seinem Formel 1-Traum abbringen. Wie er über die offizielle Webseite des Teams verkündete, habe man schon mit der Entwicklung des Autos für die kommende Saison begonnen. "Wir haben ein Modell designt und dann Computersimulationen (CFD) durchgeführt. Vor ein paar Wochen haben wir das Modell dann schließlich gebaut und auch Tests im Windkanal durchgeführt."

Epsilon konnte nicht mehr länger warten

Das Epsilon-Entwicklungszentrum im spanischen Minano arbeite laut Villadelprat bereits auf Formel 1-Niveau. Dort hatte man 2008 schon das Le Mans-Auto entwickelt. Mit dem frühzeitigen Testbeginn noch vor dem Erhalt der Lizenz geht der Iberer das große Risiko ein, für den Papierkorb zu arbeiten und knappes Geld zu verschwenden.

"Der Grund, warum wir das machen, ist einfach", erklärt Villadelprat. "Wir glauben an unser Formel 1-Projekt, aber wir konnten einfach nicht mehr warten, bis die FIA-Entscheidung verkündet wird. Dann wäre es zu spät loszulegen. Wenn wir jetzt die Lizenz bekommen hätten und ein Auto für nächstes Jahr fertig haben müssten, dann wären wir sicher in Schwierigkeiten."

Villadelprat bringt FIA unter Zugzwang

Mit seinem Vorpreschen setzt Villadelprat die FIA unter Zugzwang. "Seht her, wir sind bereit", lautet die Botschaft. Von Konkurrent Jacques Villeneuve war zuletzt wenig zu hören. Der Formel 1-Weltmeister von 1997 bereitet sein Formel 1-Projekt im Stillen vor und will die Details erst später veröffentlichen.

Villadelprat hofft, dass die Warterei bald ein Ende hat: "Ich habe Verständnis, dass die Angelegenheit großes Interesse bei den Medien hervorruft und die Fans hoffen genau wie ich auf eine frühzeitige Lösung. Bis dahin müssen wir geduldig bleiben."

Keine Fusion mit HRT

Den zuletzt aufgetauchten Gerüchten, Epsilon könnte mit dem Formel 1-Team Hispania Racing (HRT) fusionieren erteilte der Spanier eine Absage: "Die Gerüchte entbehren jeder Grundlage. Epsilon hat genau wie Hispania sein eigenes Formel 1-Team. Ich habe nur gesagt, dass Herr Carabante (HRT-Besitzer) und ich Interesse an einem Gespräch haben, um herauszufinden, ob es eine Möglichkeit der Zusammenarbeit gibt."

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