Falls nicht, gehen am Rhein vielleicht die Lichter aus. Teamchef Tadashi Yamashina gibt zu, dass die Formel 1 im Vorstand auf den Prüfstand gestellt wurde. "Zum Glück für uns hat unser Präsident Watanabe entschieden, dass wir dabeibleiben. Diese Saison wird deshalb sehr wichtig für uns. Wir müssen die Kosten reduzieren und Toyota beweisen, dass sich die Investition in der Formel 1 lohnt."
Japaner unter Erfolgsdruck
Teampräsident John Howett ergänzt: "Wir haben das Gefühl, dass es langsam Zeit wird, ein Rennen zu gewinnen. Es steckt kein direkter Automatismus dahinter, dass wir aussteigen, wenn wir nicht gewinnen. Aber wenn wir eine schlechte Saison abliefern, haben wir keine Zukunft."
Über das Thema KERS wollen die Toyota-Chefs am liebsten gar nicht reden. Es ist eine heikle Geschichte für den Hybridpionier. Yamashina schränkt ein: "Das KERS in der Formel 1 hat nichts mit dem Hybridantrieb im Straßenauto zu tun. Ich glaube, man würde uns verzeihen, wenn wir nicht damit fahren."
Hybrid für Le Mans
Howett sieht den Einsatz von Hybrid-Technologie eher bei Langstreckenrennen: "Dort macht es Sinn, weil da das Element Benzinsparen eine Rolle spielt." Toyota arbeitet bekanntlich an einem Le Mans-Projekt für 2011.
In der Formel 1 wollen die Japaner das System nur einsetzen "wenn es sicher und zuverlässig" ist. Nach zwei Testtagen mit dem Hybridantrieb fuhr Jarno Trulli am dritten Tag ohne. "Wir werten jetzt die Informationen aus und entscheiden dann, wie es weitergeht", erklärte Yamashina. Zu den Kosten meinte Toyotas oberster Motorsportfunktionär: "Im ersten Jahr waren die Kosten so hoch wie unser Motorenbudget."



