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Ergebnis Bahrain Test 2 2014 (Tag 1)

Mercedes-Teams in starker Form

Sergio Perez - Force India - Test - Bahrain - 27. Februar 2014 Foto: xpb 154 Bilder

Knapp zweieinhalb Wochen vor dem F1-Saisonstart erhärten sich die bisher gewonnenen Erkenntnisse. Die mit Mercedes-Power ausgestatteten Renner genießen einen Vorteil. Red Bull kommt auch am ersten Testtag der 2. Bahrain-Woche nicht in Fahrt.

27.02.2014 Andreas Haupt

Die Formel 1-Saisonvorbereitung geht 17 Tage vor dem ersten Rennen im australischen Albert Park in die heiße Phase. Entsprechend zeigte sich auch das Wetter zum Auftakt der zweiten Bahrain-Testwoche. Sonnenschein und dazu 28 Grad Außentemperatur: So heiß war es an keinem der vier Testtagen in der vergangenen Woche.

Perez schnappt sich die schnellste Zeit

Die idealen Verhältnisse zu nutzen, wusste vor allem Force India. Der indisch-englische Rennstall krallte sich mit Sergio Perez am Steuer des VJM07 die Tagesbestzeit in 1:35.290 Minuten. Auf dem Programm stand bei Force India zunächst eine Qualifikations-Simulation. Perez rückte für schnelle Runs zweimal auf der Pirelli-Soft-Mischung aus, ehe er auf den Supersoft-Gummis die schnellste Runde absolvierte, die jedoch rund zwei Sekunden hinter der Bestzeit von Nico Rosberg im Mercedes aus der vergangenen Woche lag.

Am Nachmittag änderte Force India das Programm und bestritt eine komplette Rennsimulation – allerdings mit kürzeren Stehphasen in der Garage. Ganz im Gegensatz zu Williams und McLaren. Die beiden englischen Traditions-Teams schickten ihre Piloten Valtteri Bottas und Kevin Magnussen auf Rennsimulationen inklusive Boxenstopps. Bottas konnte dabei im Williams mit konstant schnellen Zeiten auf sich und seinen wie schon in der Vorwoche extrem zuverlässigen FW36 aufmerksam machen.

Nur Mercedes-Teams mit Rennsimulationen

Die Reifenfolge während der Rennsimulation von Bottas: soft und zweimal Medium für 60 Umläufe. Im Klassement reichte es für Bottas für Rang zwei (1:36.184 Minuten). Nach 128 Runden – also mehr als zwei Renndistanzen – mausert sich Williams mehr und mehr zum Geheimtipp.

Magnussens Zeiten während dessen Rennsimulation reichten nicht an jene von Bottas heran, was auch an einer anderen Herangehensweise bezüglich der Reifen (hart, medium, soft) lag. Dennoch: 109 zeigen, dass der McLaren MP4-29 in Bezug auf die Zuverlässigkeit auf der sicheren Seite steht.

Das gilt noch nicht für Ferrari. Der erfolgreichste Formel 1-Rennstall der Geschichte kam am ersten Testtag der zweiten Bahrain-Woche nur auf 54 Runden. Kimi Räikkönen platzierte sich mit über einer Sekunde Rückstand (1:36.432 Minuten) auf dem dritten Rang. In der Früh hatte Ferrari mit technischen Probleme zu kämpfen, die erst nach der Mittagspause aussortiert waren. Auf seinen Nachmittags-Runs bestückte Ferrari Räikkönen mit einigen neuen Teilen – unter anderem einem neuen Frontflügel sowie Kühlöffnungen am Cockpitrand. Fünf Minuten vor Schluss rollte der Finne aus und sorgte für das vorzeitige Testende.

Favorit Mercedes hielt am Donnerstag in Bezug auf die Zeitenjagd zurück. Nico Rosberg landete nach insgesamt 89 Umläufen auf dem vierten Platz. Das Mercedes-Tagesprogramm: Setup-Arbeit, Longruns mit verschiedenen Kühl- und Reifenspezifikationen sowie Boxenstopp-Training und Startübungen. Wie alle anderen Autos mit einem Mercedes-V6-Turbo im Heck lief der Silberpfeil problemlos. Übrigens: Bis auf die Mercedes-Teams hat noch kein anderer Rennstall sich an einer Rennsimulation erprobt.

Red Bull beginnt früh, steckt aber in Problemen

Weiter nicht in Schwung kommt das Weltmeister-Team. Zwar startete Daniel Ricciardo (7. Rang / 1:37.908 Minuten) als einer der ersten Piloten in den Tag, doch dennoch reichte es nur zu 39 Runden im RB10 – inklusive einer langen Standzeit bis 45 Minuten vor dem Ende. Nach einem geordneten Testprogramm sieht das bei Red Bull nach wie vor nicht aus. Ob die Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Renault-Powereinheit stehen, ist unklar. Jedoch eindeutig: Red Bull läuft die Zeit davon.

In Sachen Zuverlässigkeit lief es für das Red Bull-Junior-Team Toro Rosso nur unwesentlich besser. Daniil Kvyat, der für eine von insgesamt drei Unterbrechungen verantwortlich war, brachte es auf 56 Umläufe und landete zwei Plätze hinter Ricciardo.

Auf dem zehnten Rang landete Pastor Maldonado im Lotus. Der Venezolaner sorgte ebenfalls für eine Rotphase als er den Lotus E22 unweigerlich auf der Strecke parken musste. Der Grund: Ein Problem am Auspuff, das zum vorzeitigen Tagesende für die Truppe aus Enstone führte. Dabei hat Lotus noch Nachholbedarf, nachdem man den Jerez-Test komplett ausließ.

So langsam in Schwung kommt Marussia. Das kleine Team drehte mehr Runden als Red Bull (44) und platzierte sich in Person von Max Chilton auf dem achten Rang. Dagegen weiter ohne größere Fortschritte: Caterham. Kamui Kobayashi sorgte in der Früh für die erste Unterbrechung. Zwar konnte der Japaner nach der Mittagspause nochmals auf die Strecke, doch mit fast sieben Sekunden Rückstand reichte es nur für den letzten Platz.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie die besten Fotos aus Bahrain.

FahrerTeamZeit/ RückstandAnzahl Runden
1. Sergio PerezForce India1:35.290 Min.105
2. Valtteri BottasWilliams+ 0.894128
3. Kimi RäikkönenFerrari+ 1.14254
4. Nico RosbergMercedes+ 1.33489
5. Adrian SutilSauber+ 2.41089
6. Kevin MagnussenMcLaren+ 2.535109
7. Daniel RicciardoRed Bull+ 2.61839
8. Max ChiltonMarussia+ 3.32044
9. Daniil KvyatToro Rosso+ 3.95256
10. Pastor MaldonadoLotus+ 5.30931
11. Kamui KobayashiCaterham+ 6.99519
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