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Ergebnis Bahrain Test 2014 (Tag 1)

Mercedes- gegen Ferrari-Power

Nico Hülkenberg - Force India - Formel 1 - Bahrain - Test - 19. Februar 2014 Foto: xpb 144 Bilder

Am ersten Tag der Vorsaison-Tests in Bahrain konnte nur Ferrari die Mercedes-Dominanz verhindern. Die Aufmerksamkeit galt allerdings dem neuen Lotus E22, der sich erstmals vor dem F1-Publikum auf der Strecke zeigte. Red Bull steckte erneut in Schwierigkeiten.

19.02.2014 Andreas Haupt

Der Formel 1-Tross ist wie bereits in Jerez nur schleppend in die Gänge gekommen. Die Testfahrten am ersten Tag in Bahrain starteten mit einer halbstündigen Verzögerung. Daran Schuld waren jedoch nicht die Teams oder die verflixte neue Technik der Boliden, sondern ein Stau auf dem Weg zur Piste, der für eine verspätete Ankunft der Streckenposten sorgte.

Hülkenberg setzt im Force India die Bestmarke

Erst um 09:29 Uhr Ortszeit startete der Testbetrieb auf dem Bahrain International Circuit. Drei Minuten später folgte die erste Unterbrechung – verursacht durch Ferrari-Pilot Fernando Alonso. Bei dessen erster Ausfahrt stieß der Ferrari F14 T eine dicke Qualmwolke aus dem Heck und Alonso blieb für kurze Zeit im ersten Sektor liegen. Jedoch konnte der Spanier seinen roten Renner aus eigener Kraft zurück an die Garage steuern. Vermutlich kam die Rauchentwicklung durch austretendes Öl zu Stande.

Nach dem holprigen Start konzentrierte sich Ferrari im weiteren Verlauf auf Aerodynamik-Tests. Erst kurz vor dem Ende der Session gingen sie auf Bestzeitenjagd. Mit 1:37.879 Minuten belegte Alonso (64 Runden) den zweiten Rang, fast eine Sekunde hinter Nico Hülkenberg. Der Force India-Pilot umrundete den 5,412 Kilometer langen Kurs in 1:36.880 Minuten. Damit lag Hülk, der die weichen Pirelli-Pneus aufgeschnallt hatte, unter der schnellsten Rennrunde des Vorjahres, jedoch über vier Sekunden hinter der Pole-Zeit von Nico Rosberg. Wichtig für Force India: Die Zuverlässigkeit scheint zu passen. Hülkenberg brachte es auf insgesamt 78 Umläufe.

Mercedes mit GoPro-Kamera ausgestattet

Auf Rang drei sortierte sich Lewis Hamilton (74 Runden) in seinem Mercedes AMG F1 W05 ein. Dem Briten fehlten mit einer Zeit von 1:37.908 Minuten nur wenige Tausendstel auf seinen alten Rivalen Alonso. Hamilton war bei seiner persönlichen Bestzeit auf den harten Pneus unterwegs. Am Morgen konzentrierte sich die Mercedes-Mannschaft wie Ferrari auf Aerodynamik-Fahrten, der silberne Renner war mit zahlreichen Messinstrumenten versehen. Ebenfalls mit an Bord: eine GoPro-Kamera, die an verschiedenen Stellen – wie zum Beispiel an den Heckflügel-Endplatten – montiert wurde. Am Nachmittag war von Lewis Hamilton aber weniger zu sehen.

Für McLaren griff am ersten Testtag in Bahrain Youngster Kevin Magnussen ins Lenkrad. Der Däne überzeugte wie schon in Jerez von Beginn an im MP4-29. Seine Zeit von 1:38.295 Minuten reichte für den vierten Platz in der Endabrechnung. Das einzige vom Mercedes-V6-Turbo befeuerte Team in Schwierigkeiten: Williams. Nach wenigen Runden am Morgen stoppte ein Problem mit dem Benzin-System den FW36. Die Ingenieure benötigten eine Weile, bis sie dem Defekt auf die Schliche kamen, dann dauerte der Austausch der Benzinpumpe noch seine Zeit. Um diese zu wechseln, musste die Antriebseinheit ausgebaut werden.

Technikchef Pat Symonds: "Die neuen Antriebsquellen sind eine Wundertüte. Mir wäre wohler, wenn wir endlich zum Fahren kommen. Dieser Test ist noch einmal dazu da, die Zuverlässigkeit und die Systeme zu testen. Jerez war ja eigentlich nur ein besserer Shakedown." Erst kurz vor Testende konnte Felipe Massa wieder auf die Strecke fahren. Eine schnelle Runde verbuchte der Brasilianer aber nicht.

Lotus E22 gehört die Aufmerksamkeit

Die Aufmerksamkeit gehörte am Dienstag insbesondere Lotus und dessen neuen Renner. Der E22 mit seinen zwei Stoßzähnen, die ihm aus dem vorderen Chassis-Schott wachsen, zeigte sich erstmals vor der F1-Öffentlichkeit auf der Piste. Auf eine Präsentation vor dem Start der Testsession verzichtete Lotus. Romain Grosjean rollte kurz nach Testbeginn einfach aus der Garage.

Lange auf der Bahn war der Franzose allerdings nicht zu sehen. Er schaffte gerade einmal acht Umläufe. Der Grund: Zuerst hielt ein Software-Problem im Umfeld des Renault-Motors den Lotus-Piloten auf. Dann wurde ein defekter Konnektor zur Batterie lokalisiert.

Trotzdem zeigt man sich bei Lotus optimistisch: "Wir haben ein Superauto. Die Jungs können die Windkanalwerte gar nicht glauben. Wenn wir die Abtriebswerte auf der Strecke umsetzen, geht das Ding wie die Hölle. Ich kann nur hoffen, dass uns der Motor keinen Strich durch die Rechnung macht", sagte Lotus-Teambesitzer Gérard Lopez.

Red Bull mit stotterigem Start

Nach wie vor unrund läuft es beim Weltmeister-Team Red Bull. Erst am Dienstag-Morgen trafen in Bahrain neue Teile für den RB10 ein, weshalb sich der Testbeginn für die Truppe aus Milton Keynes bis um 13:47 Uhr verzögerte. Nach 14 Runden verursachte Vettel dann auch noch die vierte rote Flagge des Tages. Sein Red Bull rollte wegen Schwierigkeiten im Motor-Umfeld aus. Ein weiteres Mal blieb der Weltmeister noch in der Boxengasse liegen. "Wir kennen unser Problem. Von jetzt an geht es nur noch aufwärts." Vettels beste Zeit von 1:40.224 Minuten reichte für Platz fünf.

Keine gute Figur machte erneut das Red Bull-Juniorteam Toro Rosso. Die Suche nach einem Ölleck und die fällige Reparatur kostete das Team viel Zeit. Am Nachmittag blieb Rookie Daniil Kvyat dann noch auf der Piste liegen. Der Russe schrieb mit insgesamt nur fünf Runden am Monitor an. Dass man mit Renault-Power im Heck auch mehr Kilometer zurücklegen kann, zeigte Caterham (68 Runden für Robin Frijns).

Adrian Sutil (1:40.443 Minuten) belegte im Sauber den sechsten Rang. Der Gräfelfinger sorgte für eine von vier Unterbrechungen, als er sich in seinem C33 drehte. Der Schweizer Rennstall scheint weiterhin Probleme mit dem Brake-by-Wire-System zu haben. Wie angekündigt war der Sauber mit zahlreichen Updates – Front-, Heckflügel und Leitbleche am Seitenkasten – ausgestattet. Mit 82 Umläufen spulte Sutil die meisten Kilometer ab. Die wenigsten Umläufe schaffte Jules Bianchi im Marussia (3).

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie die besten Fotos des ersten Testtages in Bahrain.

FahrerTeamZeit/ RückstandAnzahl Runden
1. Nico HülkenbergForce India1:36.880 Min.78
2. Fernando AlonsoFerrari+ 0.999 Sek.64
3. Lewis HamiltonMercedes+ 1.02874
4. Kevin MagnussenMcLaren+ 1.41581
5. Sebastian VettelRed Bull+ 3.34414
6. Adrian SutilSauber+ 3.56382
7. Robin FrijnsCaterham+ 5.56468
8. Daniil KvyatToro Rosso+ 7.4665
9. Romain GrosjeanLotus+ 7.9528
10. Flipe MassaWilliamsohne Zeit5
11. Jules BianchiMarussiaohne Zeit3
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