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Ergebnis Bahrain Test 2014 (Tag 2)

Alonso sprengt Mercedes-Quartett

Kevin Magnussen - McLaren - Formel 1 - Bahrain - Test - 20. Februar 2014 Foto: McLaren 138 Bilder

McLaren Rookie Kevin Magnussen sicherte sich am zweiten Testtag in Bahrain die schnellste Zeit. Bis kurz vor dem Ende hatte es nach einer Show der Mercedes-Fahrzeuge ausgesehen, ehe sich Fernando Alonso auf Rang drei schob. Sebastian Vettel startete verspätet und kam auf 59 Umläufe.

20.02.2014 Andreas Haupt

Trotz Lufttemperaturen von rund 20 Grad und einem Asphalt, der sich bis auf fast 40 Grad erwärmte, fanden die Formel 1-Rennställe am zweiten Testtag in Bahrain keine optimalen Bedingungen vor. Der Grund hierfür lag im recht böigen Wind, der es den Teams bei der Datenauswertung erschwert, die gesammelten Infos bestmöglich abzugleichen.

Magnussen im McLaren distanziert die Konkurrenz

Kevin Magnussen ließ sich von den äußeren Gegebenheiten nicht beeinflussen. Und auch nicht von der Technik, die am Vormittag noch etwas streikte (Telemetrie-Probleme) und dazu führte, dass er nur auf 46 Runden kam. Der McLaren-Pilot zauberte kurz vor Tagesende eine Bestmarke von 1:34.910 Minuten in den Asphalt. Damit distanzierte der Sohn von Ex-F1-Fahrer Jan Magnussen in seinem MP4-29 die Konkurrenz um über 1,5 Sekunden.

Seinen schnellsten Umlauf absolvierte der Däne im Zuge eines 5-Runden-Stints auf der weichsten Pirelli-Reifenmischung, was auf eine Qualifikationssimulation hindeuten könnte. Zur besseren Einordnung: Magnussen lag mit seiner Bestmarke nur rund 2,5 Sekunden hinter der Pole-Zeit von Nico Rosberg aus dem vergangenen Jahr.

Nach seiner Bestzeit am Vortag reichte es für Nico Hülkenberg am Mittwoch für den zweiten Rang. Ebenfalls auf Supersoft-Pneus gelang dem langen Rheinländer in Diensten von Force India eine Rundenzeit von 1:36.445 Minuten (59 Umläufe). Zwischen der Leistungsfähigkeit der Reifenmischungen herrschen auf dem Bahrain International Circuit übrigens große Unterschiede. So ist die Soft-Mischung beispielsweise über eine Sekunde schneller als der Medium-Reifen von Pirelli. Der Supersoft dürfe rund eine halbe Sekunde schneller als der Soft sein.

Alonso schiebt sich zwischen die Mercedes-Fahrzeuge

Lange Zeit hatte auf nach einer Show der F1-Renner ausgesehen, die mit einem Mercedes-V6-Turbo samt ERS ausgestattet sind. Doch Fernando Alonso (1:36.516 Minuten, Soft-Reifen) schob sich noch vor Nico Rosberg (1:36.965) im Werks-Mercedes und Valtteri Bottas (1:37.328 Minuten) im Williams auf den dritten Platz.

Der Zeitabstand auf die Spitze dürfte die oftmals ungeduldigen Ferrari-Anhänger etwas beunruhigen. Außer Alonso setzte nur Kamui Kobayashi im Caterham (1:39.855 Minuten / Rang sechs) seine Bestzeit auf den weichen Reifen. Die Zuverlässigkeit bei Ferrari stimmte: Alonso spulte im F14 T insgesamt 97 Runden ab. Am Morgen konzentrierte sich Ferrari wie bereits gestern auf Aerodynamik-Fahrten, am Nachmittag spulte Alonso längerer Runs ab.

In Technik-Problemen steckte am zweiten Testtag die bislang zuverlässige Mercedes-Crew. Nico Rosberg sorgte für zwei der vier Rotphasen. Beim ersten Mal meldete ein Öldruck-Sensor einen Fehlalarm, beim zweiten Mal kam es zu einem Verlust des Wasserdrucks im Motor, was Rosberg auf seiner geplanten Rennsimulation nach zehn Runden stoppte. Dafür steckte der Defekt-Teufel nicht im Williams FW36. Bottas umrundete den Kurs in Bahrain insgesamt 116 Mal und war damit der fleißigste Akteur.

Red Bull zeigt sich verbessert

Etwas besser als in den bisherigen Vorsaison-Probefahrten lief es am zweiten Bahrain-Testtag für Red Bull. Weltmeister Sebastian Vettel, der den RB10 morgen an Teamkollege Daniel Ricciardo übergibt, startete zwar mit einer Verspätung von einer Stunde, schaffte aber immerhin 59 Umläufe oder etwa 320 Kilometer – also mehr als eine Renndistanz und mehr als während der gesamten Jerez-Woche. In der Zeitenliste reichte es aber nur für den siebten Platz.

Ebenfalls etwas verbessert zeigte sich Toro Rosso, die wie Red Bull auf einen Renault-V6 im Heck bauen. Jean-Éric Vergne kam im STR9 auf einen Umlauf weniger als Vettel. Die Technik streikte jedoch wiederum. Bereits um 12:45 Uhr, also über vier Stunden vor dem Ende – war für Toro Rosso Schluss.

Sauber mit großem Rückstand  

5.807 Sekunden Rückstand auf die Spitze wies der neuntplatzierte Esteban Gutierrez auf. Die Sauber-Fans würden sich sicherlich von ihrem Rennstall einmal ein kräftiges Lebenszeichen wünschen. Weiterhin ein Flop: der Lotus E22. Nach sieben Runden am gestrigen Tag schaffte Romain Grosjean am Mittwoch die doppelte Anzahl. Lotus hatte den ganzen Tag über mit kleineren Problemen zu kämpfen. Teilweise streikten die Renault-Batterien, teilweise lag es am eigenen Renner. Lotus übte sich in Galgenhumor: Auf die Frage, ob man denn zufrieden sei, antwortete ein Teamsprecher: "Doppelt so zufrieden wie gestern."

Für Grosjean ist die Testwoche beendet. Von morgen an muss Pastor Maldonado und die Technik-Crew den kompletten Fehlstart abwenden. Weiter nicht ins Rollen kommt Marussia. Der kleine Rennstall kämpft mit Software-Problemen und schaffte bislang an zwei Tagen nur 20 Umläufe. 

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie die besten Fotos des zweiten Testtages in Bahrain zusammengestellt.

FahrerTeamZeit/ RückstandAnzahl Runden
1. Kevin MagnussenMcLaren1:34.910 Min.46
2. Nico HülkenbergForce India+ 1.53559
3. Fernando AlonsoFerrari+ 1.60697
4. Nico RosbergMercedes+ 2.05585
5. Valtteri BottasWilliams+ 2.418116
6. Kamui KobayashiCaterham+ 4.94566
7. Sebastian VettelRed Bull+ 5.43059
8. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 5.69958
9. Esteban GutierrezSauber+ 5.80755
10. Romain GrosjeanLotus+ 6.76018
11. Max ChiltonMarussia+ 7.60117
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