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Ergebnis Bahrain Test 2014 (Tag 3)

Hamilton setzt Ausrufezeichen

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1- Bahrain - Test - 21. Februar 2014 Foto: xpb 140 Bilder

Wie schon an den Tagen zuvor fanden sich diejenigen F1-Teams im vorderen Feld wieder, die auf Mercedes-Power setzen. Nur Esteban Gutiérrez im Sauber konnte die totale Mercedes-Dominanz verhindern. Red Bull hatte erneut Ärger.

21.02.2014 Andreas Haupt

Mercedes hat am dritten Tag der Formel 1-Testfahrten in Bahrain ernst gemacht und seine Gegner wohl etwas zum Nachdenken gebracht. Lewis Hamilton fuhr im AMG F1 W05 mit 1:34.263 Minuten die bisherige Wochenbestzeit auf dem Bahrain International Circuit. Den zweitplatzierten Jenson Button (1:34.976 Minuten) distanzierte der Mercedes-Fahrer um über sieben Zehntelsekunden.

Doch damit nicht genug: Hamilton war während seines schnellsten Umlaufes auf den Soft-Reifen unterwegs, während der McLaren-Pilot die rotmarkierten Supersofts nutzte. Der Unterschied zwischen den beiden Mischungen dürfte rund eine halbe Sekunde betragen, was die Hamilton-Zeit noch beeindruckender werden lässt.

Mercedes mit kurzen Runs

Die Silberpfeile konzentrierten sich am Vormittag auf einige kurze und schnelle Runs. Am Nachmittag folgte ein Dauerlauf über 20 Runden. Einziger Wermutstropfen: Ein kleines Problem mit der Hydraulik, weshalb Hamilton für einige Zeit in der Garage stehen bleiben musste. Erst 20 Minuten vor Session-Ende zeigte sich der Weltmeister von 2008 nochmals auf der Bahn. Insgesamt kam Hamilton auf 67 Umläufe.

36 mehr schaffte Jenson Button, der nach kurzen Probeläufen am Freitagmorgen eine komplette Rennsimulation absolvierte. Seine Reifenwahl: Supersoft, Soft und Medium. Unterbrochen wurde Button von einer roten Flagge – ausgelöst durch Pastor Maldonado.

Der Lotus-Neuzugang hatte wie sein Teamkollege Romain Grosjean das Pech am Gasfuß kleben. Mit einer Zeit von 1:39.642 Minuten reihte sich der Venezolaner auf dem achten Platz ein. Viel schlimmer: Lotus steckte erneut in Zuverlässigkeitsproblemen, weshalb Maldonado nur etwas mehr als 150 Kilometer zurücklegen konnte. Kann Lotus, das schon die Jerez-Probefahrten ausließ, den Kilometer-Rückstand noch aufholen? Immerhin konnte das Team aus Enstone am Vormittag ein paar Aerodynamik-Tests durchführen.  

Massa reiht sich auf Rang drei ein

Für Williams lief es wie am Vortag blendend. Das englische Traditionsteam gewährte gleich beiden Fahrern einen Sitz im FW36. Kombiniert schafften Valtteri Bottas und Felipe Massa 115 Runden und sicherten Williams damit die Kilometerkrone. Für den kleinen Brasilianer reichte es für den dritten Rang. Sein Rückstand lag bei fast drei Sekunden.

Kurios: Der Name Valtteri Bottas tauchte auf dem Zeitenmonitor trotz 55 Umläufen nicht auf. Die Erklärung: Der Finne bog auf Start-Ziel immer wieder rechts ab, um mit der über Nacht eingeflogenen Rennmechaniker-Crew Boxenstopps zu üben. Auch Massa beteiligte sich am Nachmittag am Boxentraining und absolvierte zusätzlich Hitzetests mit seinem FW36, indem er für längere Zeit mit laufendem Motor vor der Garage anhielt.

"Die Checkliste mit den neuen Motoren ist riesig. Da vergisst man gerne mal die grundlegenden Dinge wie Boxenstopps oder den Test, wie lange der Motor im Stand aushält, ohne zu überhitzen. Ich bin noch von der alten Schule und wollte, dass diese Basisarbeit jetzt erledigt wird. Nächste Woche müssen wir uns auf Setup-Arbeit und neue Aero-Teile konzentrieren", erklärte Technik-Chef Pat Symonds.

Hinter Massa reihte sich Esteban Gutiérrez (1:37.180 Minuten) im Sauber ein. Zum ersten Mal während der Vorsaison-Probefahrten zeigte der Schweizer Rennstall etwas vom Potential des neuen C33, der sich als einziges zwischen das Mercedes-Quartett schieben konnte. Leichte Entwarnung also für die Sauber-Fans. Dazu stimmte die Zuverlässigkeit. Gutiérrez schrammte nur knapp an der 100-Runden-Marke vorbei. Auf wesentlich weniger Umläufe kam sein mexikanischer Landsmann Sergio Perez (57) im Force India. Trotzdem reichte es in der Tagesabrechnung für den fünften Platz.

Red Bull muss vorzeitig abbrechen

In Technik-Problemen steckten die beiden Top-Teams Ferrari und Red Bull. Nach den ersten paar Installationsrunden, in denen der F14 T mit zahlreichen Messinstrumenten versehen war, tauchten am roten Renner von Kimi Räikkönen Sensorenprobleme auf, welche die Telemetrie verrückt spielen ließen. Erst am Nachmittag konnte der Finne wieder seine Runden drehen. Insgesamt schaffte der Ferrari-Rückkehrer 44 Umläufe.

Für Red Bull war das Tagesprogramm bereits zweieinhalb Stunden vor der schwarz-weiß-karierten Flagge beendet. In den Tag startete Daniel Ricciardo mit rund einer Stunde Verspätung, weil noch neue Teile am RB10 montiert werden mussten. Zunächst standen Aero-Test auf dem Programm. Hierzu besprühte die Red Bull-Crew den RB10 mit FloViz-Farbe am Frontflügel, den Seitenkästen und im Heck, um die Luftströmung nachvollziehen zu können. Nach 28 Umläufen ging es aber nicht mehr weiter.

Red Bull schweigt über die genauen Probleme

Über die genaue Art der technischen Schwierigkeiten schwieg man sich bei Red Bull aus. Daniel Ricciardo gab nur an, dass er von einem mechanischen Problem ausgebremst wurde. Nach unseren Informationen spielte das Getriebe nicht mehr mit. Nach dem letzten Run ließen die Ingenieure das Auto auch noch zum Vermessen in die technische Abnahme schieben. Offenbar hatte sich auch noch irgendwas verzogen. Danach wurde der RB10 in der Garage komplett auseinandergebaut.

Das Red Bull-Juniorteam Toro Rosso verlebte einen eher unscheinbaren Tag. Daniil Kvyat kam auf 57 Runden. Von den Zeiten her sortierte sich der Russe im Mittelfeld ein. Weiter schlecht läuft es für Marussia. Max Chilton sorgte für die erste Unterbrechung, nachdem er in seinem fünften Umlauf mit qualmendem Heck auf der Strecke ausgerollt war. Danach tauchte er nicht mehr auf. Ganz anders lief es für die zweite Hinterbänkler-Mannschaft der vergangenen Jahre. Marcus Ericsson schaffte im Caterham 98 Runden – so viel wie noch kein Renault-Team zuvor.

FahrerTeamZeit/ RückstandAnzahl Runden
1. Lewis HamiltonMercedes1:34.263 Min.67
2. Jenson ButtonMcLaren+ 0.713103
3. Felipe MassaWilliams+ 2.80360
4. Esteban GutierrezSauber+ 2.91796
5. Sergio PerezForce India+ 3.10457
6. Kimi RäikkönenFerrari+ 3.20444
7. Daniil KvyatToro Rosso+ 4.71157
8. Pastor MaldonadoLotus+ 5.37926
9. Daniel RicciardoRed Bull+ 6.51828
10. Marcus EricssonCaterham+ 7.86798
11. Max ChiltonMarussia+ 12.4094
12. Valtteri BottasWilliamskeine Zeit55
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