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Ergebnis Bahrain Test 2014 (Tag 4)

Mercedes top, Red Bull flop

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - Test - Bahrain - 22. Februar 2014 Foto: xpb 94 Bilder

Der letzte Tag der Testwoche in Bahrain hat die Eindrücke des bisherigen Programms bestätigt. Mercedes schiebt sich durch bärenstarke Zeiten und eine gute Zuverlässigkeit immer weiter in die Favoritenstellung. Bei Red Bull geht dagegen nicht viel voran.

22.02.2014 Tobias Grüner

Normalerweise sind Wintertestfahrten nur schwer zu deuten. Aber das Bild, das sich am Samstag (22.2.2014) in der letzten Sitzung der ersten Testwoche in Bahrain verfestigt hat, sieht eindeutig aus. Mercedes scheint weiter allen davonzufahren. Schon die Bestzeit von Lewis Hamilton am Vortag hinterließ bei der Konkurrenz schweren Eindruck. Beim großen Wochenfinale legte Nico Rosberg noch einmal einen drauf.

Mercedes mit Bestzeit und erfolgreicher Rennsimulation

Um fast eine Sekunde unterbot der Deutsche die Vorgabe seines Teamkollegen. Wie Hamilton war Rosberg dabei auf der weichen Pirelli-Mischung unterwegs. Allerdings gönnte er sich nur 3 schnelle Versuche am Vormittag. Vielleicht wäre es sogar noch schneller gegangen: "In der letzten Kurve habe ich einen kleinen Fehler gemacht", erklärte der Pilot grinsend. Der Ärger hielt sich offenbar in Grenzen.
 
Der Speed des Silberpfeils ist aber nur die eine Seite. Auch die Zuverlässigkeit passt. Am Nachmittag spulte Rosberg eine komplette Rennsimulation ab. Bis auf ein paar Verbremser und eine rote Flagge durch eine Lotus-Panne verlief der Dauerlauf wie geplant. Soft-Soft-Medium lautete die Reifenfolge bei der Zweistopp-Strategie. Der Mercedes fiel durch konstante Rundenzeiten im Bereich zwischen 1:38.5 und 1:42.5 Min. auf.
 
Die Konkurrenz konnte nur staunend zuschauen, wie Mercedes eine große Show abzog. In Sachen Speed konnte keiner richtig mithalten. Jenson Button blieb im McLaren 1,6 Sekunden hinter der Bestzeit zurück. Ferrari-Rückkehrer Kimi Räikkönen fehlten gar 3,4 Sekunden. Beide übrigens auch auf weichen Reifen wie Rosberg.

Williams-Rookie fährt anderthalb Renndistanzen

Was die Zuverlässigkeit angeht, konnte man schon eher Fortschritte bei der Konkurrenz erkennen. Felipe Nasr, der erst wenige Stunden vor Beginn der Testsession als neuer Williams-Testfahrer bekanntgegeben wurde, verfehlte die Rundenbestmarke von Rosberg (89) nur um 2 Umläufe.
 
Allerdings war auch bei Mercedes nicht alles im Lot. In der Früh sorgte der Silberpfeil für die zweite rote Flagge des Tages. Rosberg hatte den Motor abgewürgt und musste abgeschleppt werden. Eine gute Stunde vor Ende der Sitzung musste der Wahlmonegasse sein Auto noch einmal unplanmäßig auf der Strecke parken. Dieses Mal spielte die Technik offenbar nicht mit.
 
Für die erste Unterbrechung des Tages hatte Marcus Ericsson gesorgt. Der Caterham-Rookie blieb mit einem Batteriebrand schon nach 4 Runden stehen. Über Mittag war es dann zunächst Sergio Perez, der mit qualmendem Heck anhalten musste. Auch Lotus-Pilot Pastor Maldonado war verantwortlich für eine Unterbrechung. Eine halbe Stunde vor Schluss schaffte es auch der Sauber von Adrian Sutil nicht aus eigener Kraft zurück in die Box.

Räikkönen-Crash beendet Bahrain-Testwoche

Das war aber noch nicht das Ende. 5 Minuten vor Schluss stand plötzlich Kimi Räikkönens Ferrari ohne Nase am Ausgang von Kurve 4. Offenbar war der Iceman der Bande zu nahe gekommen. Generell war es aber ein guter Tag für die Scuderia. Drittbeste Zeit und mit 82 Runden auch die drittmeisten Kilometer.

Ein Steigerung war auch bei Lotus zu erkennen. Das schwarz-goldene Auto war in den ersten drei Testtagen insgesamt nur auf 52 Runden gekommen. Diesen Wert konnte Pastor Maldonado alleine in den 8 Stunden am Samstag übertreffen - trotz der Panne am Mittag.

"Wir sind zufrieden. Das war unser erster richtiger Testtag", resümierte Chefingenieur Alan Permane. Aber wir müssen bis Melbourne noch viel aufholen. Der Speed stimmt, das wissen wir. Entscheidend ist die Zuverlässigkeit." Mit 1:38.707 Min. fuhr Maldonado die schnellste Runde aller Renault-Teams in dieser Woche.

Die anderen Renault-Teams kämpften wieder mit Problemen. Der erwähnte Batteriebrand im Caterham legte das Auto 6,5 Stunden lahm. Nach dem kurzen Auftritt von Ericsson in der Früh durfte am Abend noch Kamui Kobayashi für 17 Runden raus. Auch bei Toro Rosso lief es nicht rund. Für Jean-Eric Vergne standen am Schluss nur 19 Runden in der Statistik.

Situation bei Red Bull wird dramatisch

Dramatisch wird die Situation langsam auch bei Red Bull. Daniel Ricciardo kämpfte in der Früh schon wieder mit Antriebsproblemen. Nach einer langsamen Testrunde am Mittag ging dann gar nichts mehr. Der RB10 schaffte wieder nicht den erhofften Befreiungsschlag. Nur 15 Runden am Ende. Über den Speed des Vettel-Autos kann man noch gar nichts sagen.

Probleme gab es auch bei Sauber. Adrian Sutil konnte erst am Nachmittag die ersten Runden drehen. Seine Mechaniker verbrachten die erste Hälfte der Sitzung mit dem Austausch des Chassis. Aber auch als das Auto wieder vollständig war, lief nicht viel zusammen. Nur 7 Runden - keine davon gezeitet.

Allen Sorgenkindern bleiben nun nur noch 4 Testtage in der kommenden Woche. Am Donnerstag (27.2.2014) geht das Programm auf dem Bahrain International Circuit weiter. auto motor und sport ist dann natürlich auch wieder mit dem Live-Ticker vor Ort. In unserer Galerie haben wir noch die besten Bilder des Tages für Sie gesammelt.

FahrerTeamZeit/ RückstandAnzahl Runden
1. Nico RosbergMercedes1:33.283 Min.89
2. Jenson ButtonMcLaren+ 1.674 Sek.66
3. Kimi RäikkönenFerrari+ 3.43582
4. Felipe NasrWilliams+ 4.28687
5. Pastor MaldonadoLotus+ 5.42459
6. Sergio PerezForce India+ 5.97519
7. Daniel RicciardoRed Bull+ 6.55415
8. Jean-Eric VergneToro Rosso+ 7.18919
9. Kamui KobayashiCaterham+ 9.74417
10. Marcus EricssonCaterham+ 11.8114
11. Adrian SutilSauberohne Zeit7
12. Jules BianchiMarussiaohne Zeit5
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