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Ergebnis F1 Test Jerez 2013 (Tag 4)

Kimi cool, Ferrari heiß

Kimi Raikkonen, Lotus, Formel 1-Test, Jerez, 8. Februar 2013 Foto: SB-Medien 151 Bilder

Am letzten Testag von Jerez hat sich Kimi Räikkönen die Bestzeit gesichert. Der Mercedes sammelte wie schon am Vortag die meisten Kilometer. Für die meisten Schlagzeilen sorgte Ferrari: Das Auto von Pedro de la Rosa gab nach einem Getriebeschaden schwere Rauchzeichen ab.

08.02.2013 Tobias Grüner

Die erste Testwoche des Formel 1-Jahres ist mit einer Bestzeit von Kimi Räikkönen zu Ende gegangen. Der Finne umrundete die 4,428 Kilometer lange Strecke in 1:18.148 Minuten und verpasste die am Vortag von Felipe Massa aufgestellte Wochenbestzeit damit nur um drei Zehntel. Die Zeiten sind aber wie immer beim Testen mit Vorsicht zu genießen. Der Iceman fuhr seine schnelle Runde mit weichen Reifen auf einem kurzen Stint.

Räikkönen-Bestzeit ohne Wert

Auch bei Force India-Pilot Jules Bianchi, der nur drei Hundertstel hinter dem Lotus auf Rang zwei landete, waren die Tanks wohl nicht besonders voll. Auch er war mit der weicheren Pirelli-Sorte unterwegs. Wie schwer der Vergleich ist, zeigt Sebastian Vettel mit seiner drittschnellsten Zeit auf harten Reifen. "Die Weichen heben wir uns für Barcelona auf", grinste der Weltmeister. Nach Aussage von Pirelli liegen zwischen den Reifenmischungen hart und soft runde eine Sekunde.

Interessanter als die Zeiten war die Rundentabelle. Alle waren gespannt, ob Mercedes die 148 Runden von Nico Rosberg vom Vortag wiederholen konnte und dem Silberpfeil alle Kinderkrankheiten ausgetrieben hatte. Am Ende gab es Erleichterung bei Lewis Hamilton und seinen Ingenieuren. Mit 145 Umläufen führte das Auto mit dem Stern auf der Nase wieder die Rundentabelle an. Auf Bestzeitenjagd mit weichen Reifen wurde verzichtet. Stattdessen fuhr Hamilton am Nachmittag eine Rennsimulation.

Interessantes gab es auch in der Früh am Silberpfeil zu beobachten. Als erstes Auto in diesem Testwinter rückte der AMG F1 W04 zu einem kurzen Funktionstest eines passiven DRS-Systems aus. Über Lufteinlässe an den Seiten der Airbox wird dabei der Heckflügel angeblasen, um dort die Strömung zu stören. Dadurch sinken Abtrieb und Luftwiderstand. Das Auto wird auf den Geraden schneller. Damit der Abtrieb nicht in den Kurven verloren geht, gibt es in dem Kanalsystem ein Ventil, da sich serst bei einem bestimmten Luftdruck öffnet.

Gutierrez verrichtet Schwerstarbeit

Bei Sauber verzichtete man auf solche komplizierte Technik-Spielchen. Esteban Gutierrez landete mit 142 Runden knapp hinter Hamilton auf Rang zwei der Kilometer-Tageswertung. Beobachter berichteten allerdings, dass der Youngster am Ende seinen Kopf in den Kurven nicht mehr ganz in aufrechter Position halten konnte. Schon nach den ersten 110 Runden am Vortag klagte der neue Sauber-Pilot über einen etwas steifen Nacken. Insgesamt fuhr kein anderer Pilot in der ersten Woche so viele Kilometer - Willkommen in der Formel 1.

Das Auto mit den wenigsten Kilometern war am Ende der Ferrari von Pedro de la Rosa. Der Spanier durfte zum ersten Mal ein Formel 1-Auto aus Maranello pilotieren. Doch weit kam er zunächst nicht. Schon in der Installationsrunde verabschiedete sich das Getriebe auf spektakuläre Weise. Deutlich sichtbare Rauchzeichen ließen Schlimmes vermuten.

Ferrari mit Glück im Unglück

"Ich habe mein Leben lang auf diesen Moment gewartet und dann dachte ich, dass nach nur einer Runde alles vorbei ist", schüttelte De la Rosa am Abend den Kopf. "Wegen der Hitzschäden habe ich schon befürchtet, dass es gar nicht mehr weitergehen kann. Aber am Nachmittag habe ich doch noch ein paar gute Runden geschafft." Insgesamt dauerte die Reparatur fast vier Stunden. Diese Zeit ist bei dem engen Testprogramm nur schwer aufzuholen.

Doch Ferrari hatte Glück im Ungklück. Eine Stunde lang konnte über Mittag gar nicht gefahren werden. Am Ausgang von Kurve neun hatte sich der künstliche Teppich hinter den Randsteinen gelöst. Darunter bildete sich ein gefährliches Schlagloch, das die Streckenarbeiter eiligst zuspachteln mussten. Wegen den langwierigen Ausbesserungsarbeiten entschied die Streckenleitung, die Sitzung am Ende um eine halbe Stunde zu verlängern.

Für die Teams beginnt nun die Analyse der Daten zuhause in den Fabriken. Die nächste Testgelegenheit gibt es erst am 19. Februar in Barcelona, wenn die zweite Testwoche ansteht. Die Highlights vom Testfinale in Jerez haben wir in unserer Bildergalerie.

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